Euro mit 1,0952 Dollar etwas leichter

4. November 2015, 08:13
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Frankfurt – Der Euro hat am Mittwoch seine seichte Abwärtsbewegung seit Wochenbeginn fortgesetzt. In der Früh kostete die europäische Gemeinschaftswährung 1,0952 US-Dollar und damit etwas weniger als in der Nacht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstag auf 1,0976 (Montag: 1,1032) US-Dollar festgesetzt. In New York notierte der Euro am Dienstag gegen 22 Uhr bei 1,0962 Dollar.

Am Devisenmarkt bleibt die Geldpolitik dies- und jenseits des Atlantiks weiter im Fokus. Äußerungen des EZB-Präsidenten Mario Draghi am Vorabend konnten den Euro nicht beeindrucken, weil Draghi lediglich bereits getroffene Aussagen erneut bekräftigte. "Wir sind bereit und fähig alle Instrumente einzusetzen", hatte Draghi gesagt und damit Handlungsbereitschaft signalisiert. Der Grad der geldpolitischen Lockerung werde im Dezember überprüft. Bisher seien die Anleihekäufe geräuschlos verlaufen und würden die Kreditvergabe begünstigen. Am Mittwoch könnten Konjunkturdaten aus der Eurozone für weitere Impulse sorgen: Am Vormittag steht die Veröffentlichung der Einkaufsmanagerindizes an.

Neben der EZB ist vor allem der Blick auf die Fed entscheidend: Derzeit schätzt der Markt die Wahrscheinlichkeit einer Zinsanhebung in den USA noch in diesem Jahr auf 50 Prozent. Am Mittwoch wird in den USA der ADP-Arbeitsmarktbericht veröffentlicht, der wichtige Signale bezüglich des anstehenden offiziellen Berichts am Freitag geben dürfte.

Mit Blick auf die Fed seien aber derzeit weniger die Konjunkturdaten entscheidend, sagt Esther Reichelt, Analystin bei der Commerzbank. "Gute Daten haben dieses Jahr schon oft genug nicht ausgereicht, um die Zinsen anzuheben", so Reichelt. "Die Fed war einfach mit der Gesamtsituation unzufrieden. Und einen wichtigen Teil dieser Gesamtsituation dürfte der Devisenmarkt ausmachen." Wichtiger seien diese Woche daher anstehende Reden von Fed-Vertretern, darunter von Fed-Chefin Janet Yellen. (APA, 4.11.2015)

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