Bayerns zum tausendsten Mal besser, Bremen befreit sich endlich

24. Oktober 2015, 17:51
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Alaba assistiert bei 4:0-Sieg über Stögers Kölner – Bremen putzt Mainz 3:1 – Stuttgart verspielte Führung in Leverkusen

München – Auch Peter Stöger und sein 1. FC Köln konnten am Samstag in der deutschen Bundesliga dem FC Bayern München nur zum Sieg gratulieren. Der Rekordmeister setzte sich ungefährdet 4:0 durch und feierte den zehnten Liga-Erfolg in Serie. VfB Stuttgart und Torschütze Martin Harnik verspielten beim 3:4 in Leverkusen eine 3:1-Führung. Werder Bremen gelang beim 3:1 in Mainz hingegen ein Befreiungsschlag.

Die Bayern zogen ihren Belagerungsfußball auch gegen Köln durch. Es dauerte aber bis zur 36. Minute, ehe der nach fast zwei Monaten Pause wegen einer Adduktorenverletzung ins Team zurückgekehrte Arjen Robben den Kölner Abwehrwall durchbrach.

Die weiteren Tore erzielten Arturo Vidal mit einem abgefälschten Schuss nach sehenswerter Vorarbeit von Kingsley Coman (40.), Robert Lewandowski nach Freistoßflanke von David Alaba per Kopf (62.) sowie Thomas Müller aus einem Elfmeter (77.). Der 1.000 Bundesligasieg der Bayern war nie in Gefahr.

Alaba rotiert wie verrückt

Alaba, am Vortag von Trainer Pep Guardiola ob seiner Vielseitigkeit als "Gott" geadelt, begann wie in dieser Saison bisher üblich in der Innenverteidigung, tauschte nach 20 Minuten aber mit Rafinha und wechselte auf die linke Seite. Ab dann spielten die Bayern fast so etwas wie ein 2-3-5-System.

Mit dem Comeback von Javi Martinez kehrte Alaba nach seinem Assist wieder ins Abwehrzentrum zurück. Bei den Kölnern brachte Stöger im Finish auch noch seinen früheren Austria-Schützling Philipp Hosiner (71.). Nach Spielende tauschten Alaba und Hosiner die Trikots.

Werder Bremen verließ mit einem 3:1-Erfolg in Mainz die Abstiegsränge. Anthony Ujah gelang ein Doppelpack (39.,44.), bereits vor der Pause traf Fin Bartels nach Vorlage von ÖFB-U21-Teamspieler Florian Grillitsch zum 3:0 (45.+3). Auch nach dem Seitenwechsel konnten die Mainzer rund um Julian Baumgartlinger nichts ändern, das Tor von Joshinori Moto fiel erst in der Schlussminute.

Stuttgart noch zu retten?

Der Befreiungsschlag wäre auch für den VfB Stuttgart möglich gewesen, doch die Mannschaft der ÖFB-Legionäre Martin Harnik und Florian Klein verspielte in Leverkusen eine 3:1-Führung. Leverkusen erzielte wenige Tage nach dem spektakulären 4:4 gegen die AS Roma in der Champions League neuerlich vier Tore, Admir Mehmedi gelang mit seinem Treffer zum 4:3 in der 89. Minute der endgültige Turnaround.

Zuvor hatte Harnik mit seinem ersten Saisontor die Führung der am 16. Rang liegenden Schwaben besorgt: Er knallte den zuvor wie eine Flipperkugel im Leverkusener Strafraum herum schießenden Ball hoch in die Maschen (50.). Vor Javier Hernandez' Tor zum 3:3 spielte Klein gegen Mehmedi lediglich Begleitschutz.

Vizemeister Wolfsburg kam in Darmstadt zu einem 1:0-Arbeitssieg. Mit der zweiten richtigen Chance gelang Daniel Caligiuri mit einem abgefälschten Schuss das Goldtor (78.). Die viertplatzierten Wolfsburger hielten den Anschluss auf Dortmund und Schalke, Aufsteiger Darmstadt liegt weiterhin auf dem starken zehnten Tabellenrang. ÖFB-Legionär György Garics spielte auf der rechten Abwehrseite durch und lieferte neuerlich eine tadellose Vorstellung ab. Frankfurt siegte durch einen Doppelpack von Max Stendera in Hannover 2:1.

Zweite Niederlage hintereinander für Ingolstadt

Im Abendspiel behauptete Hertha BSC mit einem 1:0-Auswärtssieg beim bisher punktegleichen Aufsteiger FC Ingolstadt seinen Platz in der Spitzengruppe. Die Berliner waren nach einem frühen Treffer von Abwehrspieler Mitchell Weiser in der 11. Minute erfolgreich und festigten mit 17 Punkten den fünften Tabellenplatz.

Die vergeblich auf den Ausgleich drängenden Ingolstädter mussten vor 15.000 Zuschauern erstmals zwei Niederlagen en suite in der Bundesliga hinnehmen. Der von Ralph Hasenhüttl betreute Aufsteiger ist aber mit 14 Zählern weiterhin deutlich entfernt von der Abstiegszone.

Die Berliner schlugen gleich beim ersten ernsten Angriffsversuch zu. Eine Flanke von Marvin Plattenhardt köpfelte Salomon Kalou vors Tor. Nach einer verunglückten Abwehraktion des österreichischen Ingolstadt-Verteidigers Markus Suttner war Weiser mit einem abgefälschten Flachschuss erfolgreich. Es war das erste Bundesligator des Neuzugangs vom FC Bayern für die Hertha. ÖFB-Teamstürmer Lukas Hinterseer musste bei Ingolstadt in der 56. Minute angeschlagen vom Feld. (APA, red, 24.10.2015)

  • Zlatko Junuzovic wird in zukünftigen Inteviews vielleicht schon bald wieder über Werder Bremen reden wollen. Jetzt wo man wieder etwas gewinnt.
    foto: epa/torstensülz

    Zlatko Junuzovic wird in zukünftigen Inteviews vielleicht schon bald wieder über Werder Bremen reden wollen. Jetzt wo man wieder etwas gewinnt.

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