ÖSV-Skidamen in Sölden chancenlos

24. Oktober 2015, 10:50
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Italienerin Brignone feiert ihren Premierensieg beim Ski-Weltcup-Auftakt, Eva Maria Brem als beste Österreicherin nur Achte

Sölden – Federica Brignone holte am Samstag beim Saisonauftakt in Sölden ihren ersten Sieg im Ski-Weltcup. Die 25-jährige Italienerin setzte sich im Riesentorlauf am Rettenbachferner 0,85 Sekunden vor Mikaela Shiffrin (USA) und Tina Weirather (Liechtenstein/+1,25) durch.

Bei strahlendem Sonnenschein und vor 14.000 Zuschauern legte Brignone bereits im ersten Durchgang den Grundstein für ihren Erfolg, als sie Shiffrin um 0,95 Sekunden und Weirather um 1,42 Sekunden distanziert hatte.

In Abwesenheit der verletzten Anna Fenninger, die in Sölden im Vorjahr ex aequo mit Shiffrin gewonnen hatte, war erwartungsgemäß Eva-Maria Brem Österreichs Beste. Die Tirolerin blieb als Achte (+2,88) allerdings hinter den Erwartungen zurück.

Brignone macht Schritt nach vorne

Brignone durfte hingegen nach sieben Podestplätzen im Weltcup und Riesentorlauf-Silber bei der WM 2011 in Garmisch-Partenkirchen ihren ersten Sieg feiern. "Es ist großartig. Ich bin so glücklich", sagt die Mailänderin. " Letztes Jahr war ich schon knapp am Sieg dran, aber heuer habe ich noch einen Schritt nach vorne gemacht." Shiffrin war zufrieden mit ihrem zweiten Platz. "Federica war heute unschlagbar", sagte die 20-jährige Slalom-Weltmeisterin und –Olympiasiegerin. "Das war ein wirklich guter Auftakt", so Shiffrin, die sich Hoffnungen auf die große Kristallkugel macht.

Weirather holte ihren ersten Podestplatz in Sölden, obwohl sie sie in der Früh spät dran war. "Ich dachte der Start ist um 9.45 Uhr, dabei war er schon um 9.30 Uhr." Die Liechtensteinerin, die seit heuer von Andreas Evers, Ex-Coach von Hermann Maier, trainiert wird, fuhr dann umso schneller ins Ziel.

Brem hat noch Reserven

Nicht ganz zufrieden war Eva-Maria Brem. "Im zweiten Lauf war ich eher am Limit als im ersten. Ich habe aber auch gemerkt, dass mir in gewissen Passagen, etwa in der Steilhang-Ausfahrt, die Sicherheit fehlt, mit Volldampf durchzuriskieren." Die 27-Jährige hatte in der Vorsaison im Riesentorlauf von Aspen ihren ersten Weltcupsieg gefeiert, insgesamt stand sie fünfmal auf dem Podest.

Michaela Kirchgasser hatte sowohl im ersten, als auch im zweiten Lauf einen schweren Patzer, wurde 19. (+2,09). "Sölden und ich, das wird nichts mehr ", sagte die Salzburgerin, deren beste Platzierung am Rettenbachferner ein elfter Rang (2008) war. "Der zweite Lauf war phasenweise besser als der erste, aber noch nicht das, was ich draufhabe. Im ersten Lauf habe ich mich im Ski vergriffen." Ramona Siebenhofer belegte Rang 23. Der Rest des jungen und teils weltcup-unerfahrenen ÖSV-Damenteams konnte nicht positiv überraschen. Elisabeth Kappaurer (33.) und Stephanie Brunner (39.) verpassten die Qualifikation für den zweiten Lauf. Cornelia Hütter, Ricarda Haaser, Stephanie Resch, Katharina Truppe und Katharina Gallhuber schieden im ersten Durchgang aus. (Birgit Riezinger, 24.10.2015)

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Ergebnis Damen-RTL Sölden

  • Die Skisaison hat wieder angefangen.
    foto: ap/trovati

    Die Skisaison hat wieder angefangen.

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