Hacker stehlen Daten von vier Millionen Briten, fordern Lösegeld

24. Oktober 2015, 10:07
83 Postings

Telekomkonzern TalkTalk war Opfer des "größten Cyberangriffs in Großbritannien" geworden

Das britische Telekomunternehmen TalkTalk sieht sich mit einer Lösegeldforderung konfrontiert: Nach einem massiven Cyberangriff sollen Daten von mehr als vier Millionen Briten in die Hände von Kriminellen gelangt sein. Darunter befinden sich auch Zahlungsdaten, etwa Kreditkartennummern. Die britischen Behörden haben betroffene Kunden angewiesen, unverzüglich Kontakt mit ihrer Bank aufzunehmen, um mögliche betrügerische Aktivitäten vorab zu vereiteln.

Ablenkungsangriff

Die Hacker hatten das IT-Team des Telekomkonzerns offenbar am Mittwoch mit einem Überlastungsangriff abgelenkt, um sich während dessen Behebung in sichere Systeme zu schleichen. Heftige Kritik erfährt TalkTalk nun dafür, dass die Daten offenbar unverschlüsselt gespeichert waren. Eine grundlegende Vorsichtsmaßnahme, die missachtet worden ist. Außerdem habe sich das Unternehmen zu lange Zeit gelassen, bis staatliche Behörden informiert wurden, berichtet der Guardian.

Nicht der erste Vorfall

Es handelt sich bereits um den dritten Cyberangriff gegen TalkTalk. Vor einigen Monaten waren Telefonnummern entwendet worden, daraufhin hatten Betrüger aus Indien Kunden kontaktiert. Ob der Konzern Lösegeld überweisen wird, steht noch in den Sternen. Die Erfahrung zeigt aber, dass die gestohlenen Daten ohnehin im Netz auftauchen dürften. (fsc/red, 24.10.2015)

  • Der britische Telekomkonzern "TalkTalk" kämpft mit den Folgen eines Cyberangriffs
    foto: reuters/wermuth

    Der britische Telekomkonzern "TalkTalk" kämpft mit den Folgen eines Cyberangriffs

Share if you care.