ÖVP-Mandatar Pertl legte nach Kritik an Bezügen Mandat zurück

23. Oktober 2015, 16:24
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Verzichtet mit "sofortiger Wirkung" auf Landtagsmandat – Ihm folgt laut ÖVP Florian Riedl nach

Innsbruck – Nach der Kritik an der Höhe seiner Bezüge hat der Tiroler ÖVP-LAbg. Anton Pertl am Freitag reagiert und die Konsequenzen gezogen. Pertl erklärte in einer Stellungnahme, "mit sofortiger Wirkung" auf sein Landtagsmandat zu verzichten. Er war in die Kritik geraten, weil er laut Medienberichten neben seinem Abgeordnetengehalt auch rund 9.000 Euro monatlich vom Landesenergieversorger Tiwag bezog.

"Meiner Familie, meinen Freunden, dem Unternehmen in dem ich seit über 40 Jahren tätig bin, meiner Gesinnungsgemeinschaft und mir selber möchte ich weitere Diskussionen wegen meiner Gehälter ersparen", teilte Pertl in seiner schriftlichen Stellungnahme mit. Er werde dazu keine weitere Erklärung abgeben, betonte er.

Pertl soll Bezüge aus seinen Funktionen unter anderem als Landtagsabgeordneter, Tiwag-Zentralbetriebsratsobmann und Vizebürgermeister von Völs lukriert haben. Insgesamt soll Pertl damit auf rund 18.000 Euro brutto und somit auf ein höheres Gehalt als Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) gekommen sein.

Der Klubobmann der ÖVP, Jakob Wolf, teilte kurz nach Pertls Rückzug mit, dass dies "eine persönliche Entscheidung" des Landtagsabgeordneten sei, "die zu akzeptieren ist". Florian Riedl aus Steinach am Brenner werde Pertl im Landtag nachfolgen. (APA, 23.10.2015)

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