In London steigen die Preise nicht mehr so stark

26. Oktober 2015, 09:00
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Dafür wächst die Skyline der britischen Hauptstadt zunehmend in den Himmel

Immer wieder schaut die Immobilienwelt gebannt nach London, wo es bei Quadratmeterpreisen keine Grenze nach oben zu geben scheint. Die extremen Preissteigerungen scheinen aber zumindest vorerst vorbei zu sein: Um 1,4 Prozent sind die Hauspreise im Durchschnitt im ersten Halbjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, wie das Beratungsunternehmen Jones Lang LaSalle (JLL) kürzlich für einen Wohnungsmarktbericht erhob.

Am stärksten sind die Preise mit 4,5 Prozent in South East gestiegen. Im Vorjahr waren die Preise noch um 13,7 Prozent gestiegen. Ein Grund für den schwächeren Anstieg dürfte eine Reform der "stamp tax" sein, die Hauskäufe, die teurer als 1,3 Millionen Euro sind, stärker besteuert.

Nach Leistbarem muss man in London freilich weiterhin sehr lange suchen: Die Preise in der britischen Hauptstadt sind doppelt so hoch wie im Rest des Landes, sagt der Wohnungsunternehmensberater Derek Long.

Im teuersten Stadtteil Central West liegen die Spitzenpreise bei mehr als 85.000 Euro pro Quadratmeter, vergleichsweise günstig ist der Quadratmetermaximalpreis in der Region East mit 11.600 Euro. Die internationale Nachfrage ist laut JLL konstant geblieben, derzeit kämen ausländische Käufer oft aus dem Nahen Osten und Hongkong.

Wohnungen fehlen

In London werden derzeit 30.700 Wohnungen gebaut – um 18 Prozent mehr als im Vorjahr und dreimal so viel wie noch vor vier Jahren. Trotz Rekordzahlen reicht die Bautätigkeit aber nicht, um die wachsende Nachfrage zu stillen: 150.000 Wohnungen fehlen im ganzen Land laut Long, ein Großteil davon in London und dem Süden Englands. Die Pipeline mit in Planung befindlichen Objekten ist zuletzt zudem geschrumpft, heißt es bei JLL.

War London bisher eher nicht für seine Skyline bekannt, plant die Stadt laut JLL-Report der- zeit eine "high rise revolution": "Wenn all die derzeit in Planung befindlichen Türme wirklich gebaut werden, wird London 44 Gebäude von mehr als 150 Meter Höhe haben." Die meisten der Türme sind in Central West geplant. In immerhin 25 davon soll es auch Wohnungen geben. Dadurch werde die Skyline Londons in einem nie dagewesenen Ausmaß verändert, heißt es im Report. (zof, 26.10.2015)

  • Die Skyline Londons dürfte sich in den nächsten Jahren stark verändern.
    foto: epa/andy rain

    Die Skyline Londons dürfte sich in den nächsten Jahren stark verändern.

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