Abschiebung in der Transall: So groß ist die Not

Kommentar22. Oktober 2015, 17:42
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Mit einem Transall-Einsatz wird man die Probleme nicht lösen können

Wenn es mehr Zu- als Abfluss gibt, dann hat man ein Problem. Das wissen nicht nur Installateure, die knietief im Wasser, und Autofahrer, die im Stau stehen, sondern das ist auch der deutschen Bundesregierung in der Flüchtlingsfrage seit längerer Zeit klar.

Die Hoffnung, dass sich das Problem von selbst löst, weil entweder weniger kommen oder sich zurückhaltende EU-Staaten endlich solidarisch erklären und auch Flüchtlinge sowie Verantwortung übernehmen, hat sich zerschlagen. Doch der Druck auf die deutsche "Wir schaffen das"-Bundeskanzlerin Angela Merkel, endlich irgendwelche Lösungen vorzulegen, wird von Tag zu Tag größer.

Nun kommen also in der Not die sogenannten "unkonventionellen" Vorschläge auf den Tisch. Einer davon lautet: Abschiebung in Transall-Maschinen der Bundeswehr. Abgesehen davon, dass viele Transall-Maschinen wegen technischer Mängel nicht flugtauglich sind und die anderen in echten Krisengebieten gebraucht werden, sollte man hier vielleicht gar nicht weiterdenken.

Rückführung in der Militärmaschine, das ist natürlich eine Botschaft, und diese lautet: Wir fackeln jetzt nicht mehr lange, die Gangart wird auch in Deutschland härter. Möglicherweise gefällt das vor allem den Bayern, doch in der Realität wird das große Problem bleiben: Es gibt mehr Zu- als Abfluss. Mit einem Transall-Einsatz allerdings wird man dieses auch nicht lösen können. (Birgit Baumann, 22.10.2015)

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