"The Mall" Wien-Mitte geht an Morgan Stanley

22. Oktober 2015, 12:06
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Stillschweigen über Kaufpreis vereinbart – 500 Millionen Euro waren verlangt worden

Die Unicredit Bank Austria verkauft den Shopping- und Bürokomplex "The Mall" an ein Konsortium institutioneller Investoren unter der Führung von Morgan Stanley Real Estate Investing. Das gab die heimische Bank am Donnerstag in einer Aussendung bekannt.

500 Millionen gefordert

Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden. Mit der Käufersuche waren vor einem Jahr die Maklerunternehmen BAR und Cushman & Wakefield beauftragt worden, gefordert wurden mindestens 500 Millionen Euro. Die Baukosten für den 2013 offiziell eröffneten Komplex betrugen 480 Millionen Euro.

Auf einer Bruttogeschoßfläche von 150.000 Quadratmeter befinden sich Geschäftsflächen im Ausmaß von 30.000 Quadratmeter beziehungsweise 50 Shops sowie 62.000 Quadratmeter an Büroflächen. In diesen sind das Finanzministerium, Wien Tourismus und die Mondi AG eingemietet. Auch die 30.000 Quadratmeter an Retailflächen sind seit kurzem voll vermietet.

Abschluss noch heuer geplant

Errichtet wurde der Gebäudekomplex durch die Wien Mitte Immobilien GmbH, die jeweils zur Hälfte im Eigentum der BAI Bauträger Austria Immobilien GmbH und der Bank Austria steht. Die Planung erfolgte durch die Architekten Ortner & Ortner sowie Neumann + Steiner.

Der Kaufvertrag sei vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörde unterzeichnet worden, hieß es in der Aussendung. Die positive wettbewerbsrechtliche Prüfung vorausgesetzt, soll die Transaktion "voraussichtlich noch 2015 zum Abschluss kommen", so die Bank Austria. Ist dies der Fall, könnte heuer die "magische" Grenze von drei Milliarden Euro an Immobilien-Investitionen in Österreich übersprungen werden.

Morgan Stanley Real Estate Investing war schon im Vorjahr für den größten Immobilien-Deal des Jahres verantwortlich. Gemeinsam mit der CC Real (hinter der die Linzer Kaufmann-Gruppe steckt) wurde die Millennium City in Wien-Brigittenau erworben. Beim "The Mall"-Ankauf ist die CC Real nun aber als Investor nicht mit im Boot, wie dem STANDARD bestätigt wurde. (mapu, 22.10.2015)

  • Die Neuüberbauung des U- und S-Bahn-Hofs Wien-Mitte kostete 480 Millionen Euro, unter anderem wegen enorm komplexer statischer Herausforderungen, deren Bewältigung eine beträchtliche Bauverzögerung mit sich brachte. Ab Herbst 2012 wurde der Komplex in Etappen eröffnet.
    foto: wien mitte / anna blau

    Die Neuüberbauung des U- und S-Bahn-Hofs Wien-Mitte kostete 480 Millionen Euro, unter anderem wegen enorm komplexer statischer Herausforderungen, deren Bewältigung eine beträchtliche Bauverzögerung mit sich brachte. Ab Herbst 2012 wurde der Komplex in Etappen eröffnet.

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