"ArtReview": Schweizer Galeristen Wirth sind wichtigste Player

22. Oktober 2015, 10:47
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Ai Weiwei folgt auf Platz zwei der "Power 100" der Kunstwelt, die aus Österreich stammenden Galeristen Eva Presenhuber mit Zürcher Galerie auf Platz 68, Thaddaeus Ropac auf Platz 84

London – Die jährliche "ArtReview"-Rangliste der wichtigsten Player im internationalen Kunstbetrieb sorgt immer wieder für Diskussionen. Heuer wurden die Schweizer Galeristen Iwan und Manuela Wirth vom britischen Kunstmagazin zu den derzeit wichtigsten Persönlichkeiten gekürt. Die aus Österreich stammende Galeristin Eva Presenhuber liegt auf Platz 68, der Salzburger Galerist Thaddaeus Ropac, der auch in Paris Ausstellungsräume unterhält, auf Platz 84.

Das weltweit operierende Ehepaar Wirth hätte mit seinen museumsähnlichen Niederlassungen und einem kürzlich eröffneten Kunst- und Bildungszentrum auf einem Bauernhof im britischen Somerset "die Idee, was eine kommerzielle Galerie sein kann, erweitert", sagte "ArtReview"-Chefredakteur Mark Rappolt der Deutschen Presse-Agentur.

Gerhard Richter auf Rang 27

Auf Platz zwei folgt der chinesische Künstler und Regimekritiker Ai Weiwei, auf Platz drei der deutschstämmige New Yorker Galerist David Zwirner. Der Vorjahreserste Nicholas Serota, Chef der Tate Britain in London, kommt auf den fünften Rang. Das von einer anonymen internationalen Jury erstellte Ranking gilt als wichtigste Rangliste der weltweiten Kunstbranche.

Von den deutschen Künstlern liegt der Fotograf Wolfgang Tillmans am höchsten und erklomm Platz 11. Gerhard Richter, der regelmäßig die Künstlerrangliste "Kunstkompass" anführt, fiel von Platz 16 auf Rang 27 zurück. Weitere deutsche Vertreter in den "Power 100" sind etwa die Künstlerin Isa Genzken (31), die Galerien Sprüth/Magers (13) und Esther Schipper (79) sowie der Direktor der Neuen Nationalgalerie in Berlin, Udo Kittelmann. (APA, 22.10.2015)

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