Europas Start-ups sind erwachsen geworden

22. Oktober 2015, 10:32
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Roland-Berger-Studie: Finanzpolster sind kräftig gestiegen, ein besonders fruchtbarer Boden ist Berlin

Wien – Die digitale Gründerlandschaft Europas ist reifer geworden heißt es seitens des Unternehmensberater Roland Berger. Die europäische Gründerszene steht laut einer Studie besser da als noch vor einigen Jahren. Die finanzielle Ausstattung der Start-ups in Europa ist demnach heuer im ersten Halbjahr um 86 Prozent gestiegen. Den Unternehmenswert größerer europäischer Start-ups bezifferte Roland Berger auf 110 Milliarden Dollar (97 Milliarden Euro).

Der Erfolg europäischer Start-ups zeige sich auch an den eingesammelten Investorengeldern: 2014 waren es knapp drei Milliarden Dollar, heuer bereits 5,7 Milliarden. Laut der Studie schließen die Europäer mit enormen Tempo zu den USA auf. Auch die Zahl der Börsengänge sei heuer schon um gut ein Drittel höher als 2014.

Mythen überholt

Damit sei der Myhos, der europäische Markt sei nicht attraktiv genug für Gründer überholt: Ein besonders fruchtbarer Boden für Entrepreneure sei Berlin. Roland Berger zufolge entsteht in der deutschen Hauptstadt alle 20 Stunden ein neues Internetunternehmen. Das Beratungsunternehmen führt dies unter anderem auf gut ausgebildete Fachkräfte und günstige Immobilienmieten für Neugründungen zurück.

Durch Big Data, Cloud-Computing und die verstärkte Robotisierung der Industrieproduktion beginne jetzt eine neue Phase der digitalen Revolution: "Silikon war gestern. Daten sind der neue Rohstoff der Start-up-Industrie", erklärt Roland Falb den Umbruch. "Und diese neue Entwicklungswelle eröffnet Europa die Möglichkeit, seine traditionellen Stärken besser einzusetzen: Industriekompetenz, Vielfalt und Internationalisierung." (red, 22.10.2015)

  • Glaubt man Roland Berger, ist Europa mittlerweile eine blühende Start-up-Landschaft.
    foto: ap/pleul

    Glaubt man Roland Berger, ist Europa mittlerweile eine blühende Start-up-Landschaft.

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