Kontroverser Survival-Shooter "One Life" vorgestellt: Wer stirbt, darf nicht mehr spielen

22. Oktober 2015, 10:21
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Russischer Hersteller lockt Spieler mit einem Sinn für Nervenkitzel

Wer 9,99 Dollar in den kommenden Survival-Shooter "One Life" investiert, sollte sich einen guten Plan zurechtlegen. Denn wenn man stirbt, ist das Abenteuer für immer zu Ende. Ein Team russischer Entwickler will Spieler damit zu einem Nervenkitzel der besonderen Art verführen und schreckt auch sonst nicht vor kontroversen Spielideen zurück.

Überlebenskünstler und Sadisten

Angelegt in einer fiktiven Welt samt Städten und Wildnis, müssen sich Spieler sowohl vor bestialischen Kreaturen in Acht nehmen als auch vor feindlichen Mitspielern. Dabei gilt es laut den Herstellern, auf jede Patrone zu achten, Wunden zu heilen und für die Versorgung mit Ressourcen zu sorgen, um nicht zu verhungern.

Wie man mit Gegnern umgeht, sei einem selbst überlassen. So solle man sich wie Gott fühlen, wenn man jemanden am Leben lässt oder tötet. Dazwischen stehe es einem frei, einem ausgelieferte Spieler zu demütigen, zu berauben oder als Arbeitssklaven in Gefangenschaft zu nehmen. Wie Letzteres genau funktioniert, wurde allerdings noch nicht verraten.

one life

Gemeinsam oder einsam

Prinzipiell gebe es keine Regeln, die einem die Spielweise vorgeben. Wenn man möchte, solle man sich in die Einsamkeit zurückziehen, um ein friedlicheres Dasein zu fristen, oder auch Hotspots aufsuchen können, um auf die Jagd zu gehen oder Spaß an der Flucht zu haben.

Dabei kann man sich mit anderen menschlichen Spielern zusammentun und gemeinsam eine mobile Basis in Form eines Lkw aufbauen. Darin kann man Nahrung und Ressourcen lagern und so einen sicheren Ort schaffen. Vor Übergriffen schützt die Basis allerdings nicht, denn andere Spieler können die Trucks überfallen und ausrauben.

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Experiment

Für die Entwickler dürfte das Konzept genauso ein Experiment sein wie für geneigte Spieler. Wie viele bereit sein werden, sich für 9,99 Dollar ein einziges Leben zu sichern und damit Gefahr zu laufen, bereits nach wenigen Minuten aus dem Abenteuer auszuscheiden, wird sich zeigen. Auch ist fraglich, ob das Spiel in dieser Form und mit diesem Geschäftsmodell in allen Märkten veröffentlicht werden darf. Nach EU-Recht muss eine Software-Lizenz entweder zeitlich unbeschränkt nutzbar sein oder auf eine genau vereinbarte Dauer beschränkt sein.

Derzeit befindet sich "One Life" noch in Entwicklung. Auf der Website des Herstellers kann man das auf Steam Greenlight eingereichte Spiel aber bereits vorbestellen. (zw, 22.10.2015)

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    bild: one life
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