Microsofts Surface Book: Tester loben "fast perfekten Laptop"

22. Oktober 2015, 09:45
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Mit dem Laptop, der zum Tablet werden kann, greift Microsoft vor allem Apple an

Drei Dinge seien bei einem Laptop besonders wichtig, erklärt "Ars Technica": der Bildschirm, das Keyboard und das Bedienelement, mit dem der Cursor gesteuert wird. Alle drei Punkte habe Microsoft bei seinem ersten Laptop perfekt gelöst. Tastatur und Trackpad seien "die besten am Markt", so "Ars Technica". Den Bildschirm nennt das Tech-Magazin "hell, wunderschön und hochauflösend". Das Surface Book sei "das Windows-Gerät, das ich schon 2012 wollte", fasst Tester Peter Bright seine Rezension zusammen.

Macbook-Killer?

"Ars Technica" ist mit der Lobeshymne nicht allein: Quer durch alle US-amerikanischen IT-Medien, die das Microsoft-Gerät ausführlich testen konnten, wird vom Surface Book in höchsten Tönen berichtet. Damit dürfte der Plan, ein Äquivalent zu Apples Macbook-Pro-Reihe zu bieten, aufgegangen sein. Die Ankündigung eines selbst produzierten Flaggschiff-Laptops hatte zuvor für Erstaunen gesorgt, setzte Microsoft doch bislang auf Tablets.

Allerdings bleibt der IT-Konzern seiner Strategie durchaus treu: Denn das Surface Book lässt sich zu einem Tablet machen, da der Touchscreen-fähige Bildschirm abgenommen werden kann. Es ist quasi ein Laptop, der zum Tablet wird, während das Surface Pro ein Tablet ist, das via externe Tastatur zu einem laptopähnlichen Gerät gemacht werden kann.

Tablet-Modus eher schwach

Für die meisten Tester funktioniert das Surface Book primär als Laptop. Die Tablet-Variante sei ein Eingeständnis an Microsofts Philosophie, alle Plattformen unter Windows 10 zu bedienen. So berichtet "Wired", dass die Akkuleistung bei einer Nutzung als Tablet "sehr schwach" sei, was am großen Bildschirm liege.

Nur zwei bis vier Stunden könne man ein vorab voll aufgeladenes Surface Book als Tablet nutzen, bevor der Akku verbraucht sei. Als Laptop funktioniere das Gerät jedoch mehr als zufriedenstellend. Die Specs – in der Basisvariante ein i5-Prozessor, 128 GB Festplatte sowie 8 GB Ram – sorgen für eine große Leistungsfähigkeit, sogar Spiele könnten in der Basisvariante funktionieren.

Hoher Preis

Kritik gibt es allerdings am hohen Preis. So sind 1.499 Dollar für das Einstiegsmodell durchaus happig. Für "Engadget" ist das auch ein Zugeständnis an die Konkurrenz von Dell, Samsung und Acer, deren Windows-Laptops mehrheitlich in einem anderen Segment fischen. "The Verge" widmet sich in seiner Rezension für einige Zeit der Aspect Ratio: Diese sei beim Surface Book mit 3:2 statt 16:9 "gewöhnungsbedürftig", eigne sich aber sehr gut zum Lesen im Browser.

Gutes Aussehen, tolle Leistung

Insgesamt müsse man laut "The Verge" etwas Zeit mit dem Gerät verbringen, um Keyboard und Trackpad optimal nutzen zu können. Dann seien beide Eingabemechanismen aber "wirklich gut", auch der Surface Pen überzeugt die Tech-Website. Insgesamt sei das Surface Book ein "fast perfekter Laptop" mit akzeptablem Tablet-Modus.

Auch das Aussehen wird von den Testern gelobt: So schreibt "Wired", das Surface Book wirke, als sei es "in einem aktiven Vulkan" entworfen worden. Es scheint also, als würde Apples Macbook-Pro-Serie tatsächlich Konkurrenz erwachsen. Wie "Gizmodo"-Tester Mario Aguilar schreibt: "Das Microsoft Surface Book ist so gut – da ziehe ich sogar einen Wechsel zurück zu Windows in Betracht." (fsc, 22.10.2015)

  • Der Bildschirm kann abgenommen und als Tablet verwendet werden.
    microsoft

    Der Bildschirm kann abgenommen und als Tablet verwendet werden.

  • Microsoft-Mitarbeiter mit dem neuen Tablet.
    microsoft

    Microsoft-Mitarbeiter mit dem neuen Tablet.

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