"He Named Me Malala": Das unnahbare Vorbild

21. Oktober 2015, 18:20
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Dokumentarfilm über die 17-jährige Friedensnobelpreisträgerin von David Guggenheim

Menschen wie die afghanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai, die erst 17-jährig 2014 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde, sind ein schwieriges Sujet für Dokumentarfilme. Denn jede Form der Annäherung an ein moralisches Vorbild wie die junge Frau neigt zur Huldigung der öffentlichen Person; dabei ist es doch gerade ein noch unbekannter Blick auf diese (oder den Teenager dahinter), den ein Film interessieren sollte.

Womit wir schon beim Kernproblem von David Guggenheims Film "He Named Me Malala" wären, der jene Facetten Malalas, die weniger belichtet sind, zwar aufspürt, aber nicht nachdrücklich genug erforscht: das Verhältnis zu ihrem Vater, der sie managt; die Ängste und Zweifel, die dieser Kämpferin für Bildung und Gleichstellung von Mädchen wohl nicht fremd sind, hinter ihrer Professionalität aber nicht zum Vorschein kommen. (kam, 22.10.2015)

  • Ein Profi im Teenageralter: Malala kommt in David Guggenheims Films ausgiebig zu Wort.
    foto: centfox

    Ein Profi im Teenageralter: Malala kommt in David Guggenheims Films ausgiebig zu Wort.

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