Landaulets: Offen gelebter Luxus

Ansichtssache5. November 2015, 13:00
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Staatsoberhäupter und Päpste ließen sich gerne in ganz besonderen Karossen zwischen dem Volk spazieren führen. In Landaulets – Fahrzeugen, deren Karosserieform direkt von den Kutschen abstammt.

Die ersten Landaulets tauchen kurz nach der Erfindung des Automobils auf. Und natürlich spielen die Namen Daimler und Benz dabei bis heute eine entscheidende Rolle.

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foto: louwman museum

Die Karosserieform stammt quasi direkt von der Kutsche ab. Oder sagen wir so: Man baute vor 1900 irgendwo einen Motor in einen Landauer, und statt der Pferdezügel drückte man dem Kutscher ein Lenkrad in die Hand.

Dabei musste der Motor nicht unbedingt ein Verbrenner sein, wie das Columbia Electric Landaulet aus 1899 beweist. "Dieser Wagen könnte als das fehlende Stück zwischen Pferdekutschen und Autos bezeichnet werden", meint man auch im Louwman Museum in den Niederlanden, einem der bedeutendsten Automobil-Museen weltweit.

Elektroautos galten zu der Zeit als besonders zuverlässig. Sie waren beliebter als ihre lauten und stinkenden Verbrenner-Kollegen. Darum setzte Columbia auch vorwiegend auf E-Motoren.

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