Sicherheitslücke bei SMS-Tan: Betrüger stehlen Millionenbetrag

21. Oktober 2015, 14:20
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Hacker gaben sich als Mitarbeiter eines Handyshops aus, um neue SIM-Karten zu ergattern

Mobilfunk-Kunden der Deutschen Telekom wurden in den vergangenen Monaten vermehrt Opfer von Cyberkriminalität. Hacker infizierten Rechner von Bankkunden mit Trojanern, anschließend gaben sie sich gegenüber der Deutschen Telekom als Handyshop aus, dessen Kunden ihre Sim-Karte verloren hatten. Bei den vermeintlichen Kunden handelte es sich jedoch um jene Nutzer, deren Daten durch Cyberangriffe gestohlen wurden. Anschließend konnten die Betrüger mit den neuen Sim-Karten die SMS-Tan abfangen, die zur Authentifizierung bei Bankgeschäften dienen.

Neue Welle

Insgesamt wurde ein Schaden von mehr als einer Million Euro verursacht. Einzelne Personen wurden um bis zu fünfstellige Beträge erleichtert. Bislang waren Ermittler vor allem davon ausgegangen, dass Hacker die SMS-Tan auf dem Mobiltelefon abfangen oder sich als ihr Opfer ausgeben, um eine neue Sim-Karte zu ordern. Laut Süddeutscher Zeitung bekamen alle Betroffenen der neuen Betrugswelle den gestohlen Betrag ersetzt. (red, 21.10.2015)

  • Bankkunden wurden um bis zu fünfstellige Beträge bestohlen
    foto: apa/gindl

    Bankkunden wurden um bis zu fünfstellige Beträge bestohlen

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