Verschleppte Studenten in Mexiko: Neuer Anlauf für Ermittlungen

21. Oktober 2015, 07:22
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Staatsanwaltschaft für Menschenrechte zuständig

Mexiko Stadt – Über ein Jahr nach der Entführung und dem mutmaßlichen Mord an 43 Studenten in Mexiko wählen die Behörden einen neuen Ansatz. Die Ermittlungen werden von der Staatsanwaltschaft für organisiertes Verbrechen an die Staatsanwaltschaft für Menschenrechte übertragen.

Darauf einigten sich die mexikanische Regierung und die Interamerikanische Menschenrechtskommission (CIDH) am Dienstag in Washington. Der Wechsel solle zu einer neuen Sichtweise auf den Fall beitragen, sagte CIDH-Expertin Angela Buitrago.

Zweifel an offizieller Version

Polizisten hatten die Studenten Ende September vergangenen Jahres verschleppt und einer Drogenbande übergeben. Den Ermittlungen zufolge wurden die jungen Männer getötet und ihre Leichen verbrannt. Eine Expertengruppe der CIDH meldete zuletzt erhebliche Zweifel an der offiziellen Version an.

Die Angehörigen der Opfer forderten, dass die CIDH-Experten ihre Ermittlungen in Mexiko fortsetzen. Das Team will nun unter anderem die am Tatort stationierten Soldaten zu dem Vorfall befragen. Das mexikanische Innenministerium hingegen will nur eine Vernehmung durch die Staatsanwaltschaft zulassen. (APA, 21.10.2015)

  • Demonstranten fordern weiterhin Aufklärung im Fall der 43 verschleppten Studenten.
    foto: ap photo/marco ugarte

    Demonstranten fordern weiterhin Aufklärung im Fall der 43 verschleppten Studenten.

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