Übersetzerin Maria Razumovsky gestorben

20. Oktober 2015, 17:11
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War auch Bibliothekarin und Autorin in Wien

Wien – Unmittelbar nach der Vertreibung ihrer adeligen Familie aus der Tschechoslowakei 1946 begann die 1923 geborene Übersetzerin, Bibliothekarin und Autorin Maria Razumovsky ihren Dienst in der Österreichischen Nationalbibliothek. 40 Jahre sollte sie der Institution treu bleiben, als Leiterin des Referats für internationale Angelegenheit und Referentin für russische Literatur.

Gleichsam nebenbei war die passionierte Tagebuchschreiberin auch als Autorin und Herausgeberin tätig. Im Jahr 1976 legte Maria Razumovsky, die später mit Freundinnen eine Hilfsorganisation für Russland gründete, zudem eine vielbeachtete Übersetzung der Lyrik Marina Zwetajewas (1892-1941) vor.

Der Literatur und dem Übersetzen blieb Maria Razumovsky, die vergangene Woche in Wien starb, unermüdlich und bis zuletzt treu. (red, 20.10.2015)

  • Übersetzerin aus dem Russischen: Maria Razumovsky.
    foto: haus malta

    Übersetzerin aus dem Russischen: Maria Razumovsky.

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