Morddrohung gegen ostdeutschen Bürgermeister

20. Oktober 2015, 16:11
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Verletzte Politikerin Reker auf dem Weg der Besserung

Berlin – Nach einer Drohung gegen den Bürgermeister der ostdeutschen Stadt Bernau, Andre Stahl, ermittelt der Staatsschutz. Auf eine Wand schmierten Unbekannte den Schriftzug "Erst Henriette Reker dann Andre Stahl", wie die Polizei am Dienstag mitteilte. Zudem sei ein Namensschild einer Rechtsanwaltskanzlei, die in Verbindung mit dem Linken-Politiker Stahl stehe, mit Farbe beschmiert worden.

Zuerst hatten die "Potsdamer Neuesten Nachrichten" online berichtet. Die Polizei sucht nun nach Zeugen. Stahl war am Dienstag zunächst nicht erreichbar.

Reker auf dem Weg der Besserung

Die bei einem Attentat schwer verletzte neue Oberbürgermeisterin der deutschen Metropole Köln, Henriette Reker, ist nach Angaben der Stadt auf dem Weg der Besserung. Der Heilungsprozess werde "von den behandelnden Ärzten und von der Familie als "erfreulich und positiv verlaufend beschrieben", teilte die Stadt am Dienstag mit.

Die 58-Jährige war am Samstag noch vor ihrer Wahl zur Oberbürgermeisterin von einem 44-Jährigen aus fremdenfeindlichen Motiven niedergestochen und schwer verletzt worden. Die parteilose Reker wird in der Kölner Universitätsklinik behandelt, wo sie nach der Messerattacke operiert worden war. (APA, 20.10.2015)

Kommentar: Attentat von Köln: Sein Geist ist schon längst wieder da

Der Neonazi-Anschlag auf Henriette Reker ist nicht die Tat eines Verwirrten, sondern die Folge des schlampigen Umgangs mit dem rechten Rand – von Michael Vosatka

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