Leuchtende Meerwalnüsse im Zoo Schönbrunn

Ansichtssache20. Oktober 2015, 11:42
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Die Meerestiere sehen aus wie Quallen, sind aber nicht verwandt. Sie sind älter als Dinosaurier

Wien – Sie sind ungefähr zehn Zentimeter groß, leuchten und können einiges zur Verwirrung von Tiergartenbesuchern in Wien beitragen: Im Schönbrunner Aquarienhaus sind in einem von zwei neu errichteten Quallenkreiseln Meerwalnüsse zu sehen, wie sie seit mehr als 500 Millionen Jahren existieren. Darauf machte der Zoo am Dienstag aufmerksam.

Die Meerwalnüsse sind auf den ersten Blick durchsichtig, wenn sie sich fortbewegen leuchten sie allerdings in allen Regenbogenfarben, erläuterte der Tiergarten in einer Aussendung. Das liegt daran, dass es sich bei den "Nüssen" um Rippenquallen handelt. "Ihr Körper besteht aus einem durchsichtigen Gewebe, auf dessen Oberfläche Schwimmplatten sind, die wie Rippen aussehen. Beim Schwimmen werden diese Platten in eine Wellenbewegung versetzt und leuchten", erklärte Direktorin Dagmar Schratter.

Meerwalnüsse waren ursprünglich in subtropischen Gewässern an der Atlantikküste Amerikas verbreitet. Durch den Schiffsverkehr gelangten sie bis in die Ostsee. Da die räuberischen Tiere Zooplankton, die Nahrungsgrundlage vieler Fische, sowie Fischeier und -larven fressen, sind sie dort eine Bedrohung für die Fischwelt. Rippenquallen sind für die Wissenschaft besonders interessant. Sie sehen zwar wie Quallen aus und verdanken dieser Tatsache ihren Namen, sind allerdings nicht näher mit ihnen verwandt. Während es Quallen seit mindestens 500 Millionen Jahren und somit viel länger als Dinosaurier auf der Erde gibt, sind Rippenquallen noch älter. (APA, 20.10.2015)

foto: apa/daniel zupanc
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