315.000 Kunden in neun Monaten: Hot mischt Mobilfunkmarkt auf

20. Oktober 2015, 11:37
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Mobilfunker von Hofer stellt neues LTE-Angebot offiziell vor – mit günstigen Datenpaketen

Der Firmenchef war angetan: In den ersten neun Monaten des Jahres konnte der Lebensmitteldiskonter Hofer mit dem Mobilfunkangebot Hot mehr als 315.000 Kunden gewinnen, sagte Hot-Chef Michael Krammer am Dienstag bei einer Pressekonferenz. "Das ist eine stattliche Zahl, die sich auch im internationalen Vergleich sehen lassen kann."

Mit neuen Angeboten will der Mobilfunk-Newcomer etablierten Anbietern Kunden abjagen. Dabei setzt man auf schnelles Internet zu einem "unschlagbaren Preis", wie Krammer betont.

LTE-Tarife

So bietet der Tarif Hot fix LTE um 16,90 Euro 1.000 Einheiten (Minuten, SMS) und 5.000 MB LTE-Daten (bis zu 50 Mbit/s). Hot data LTE, das Monatspaket für Tablets und Datensticks, kostet 6,90 Euro pro Monat und beinhaltet 3.000 MB LTE-Daten mit bis zu 50 Mbit/s. Für zwei Euro können Kunden ein Speed-Upgrade auf bis zu 100 Mbit/s erwerben. Bestehende Hot-data-Kunden surfen zum gleichen Preis mit LTE-Geschwindigkeit. Die Angebote gibt es ab 27. Oktober. Ergänzend bietet Hofer Handys, ein Tablet sowie einen Datenstick an, die LTE unterstützen.

Von den HoT-Kunden nutzen 40 Prozent ein Sprach- oder Datenpaket, 72.000 Kunden (knapp 23 Prozent) nutzen die Möglichkeit, ihr Guthaben automatisch aufzuladen. Fast die Hälfte aller Kunden lädt Guthaben inzwischen online auf.

Kritik an Gebühr für Nummernmitnahme

Einmal mehr kritisierte Krammer die Kosten der Rufnummernportierung. Dass bei der Mitnahme der Rufnummer eine Gebühr an den abgebenden Mobilfunker zu zahlen ist, stört Krammer. Diese sollte gesenkt oder komplett abgeschafft werden.

Zu Umsätzen hält sich Krammer bedeckt, Hot liege aber beim durchschnittlichen Umsatz pro Kunden in oberen Prepaid-Bereich. Bei üblichen 4,5 bis 6,5 Euro je Kunden und Monat ergibt das rechnerisch einen monatlichen Umsatz zwischen 1,4 und 2 Mio. Euro. Der Anteil an den gesamten in Österreich in Umlauf befindlichen SIM-Karten (13 Mio. Stück) liege bei 2,4 Prozent, im engeren Geschäftsfeld mit Mobiltelefonen und Tablets von Privatkunden liege der Anteil aber schon deutlich über drei Prozent. Zusätzliche Angebote, wie der kolportierte Rapid-Tarif werden "heuer sicher nicht mehr" kommen, so Rapid-Präsident Krammer. (Markus Sulzbacher, 20.10.2015)

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