Alaba wird heuer nicht Weltfußballer werden

20. Oktober 2015, 11:15
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ÖFB-Star nicht unter letzten 23 Kandidaten für die Wahl, laut Marktwerte-Liste aber immerhin teuerster Verteidiger

Zürich – David Alaba befindet sich nicht mehr unter den letzten 23 Kandidaten für die Auszeichnung zum Weltfußballer des Jahres 2015. Auf der Liste, die der Weltverband FIFA und die französische Fachzeitschrift France Football am Dienstag veröffentlichten, stehen gleich sechs Spieler des FC Barcelona, darunter auch Topfavorit Lionel Messi aus Argentinien.

In einer anderen Liste hat jedoch Alaba die Nase vorn. In der Marktwerte-Liste von transfermarkt.at liegt der ÖFB-Teamspieler bei den Verteidigern mit 45 Millionen Euro an der Spitze, gleichauf mit dem Spanier Sergio Ramos, der bei Real Madrid engagiert ist. Kurios aber nicht neu ist allerdings, dass sich Alaba, der aktuell bei den Bayern als Innenverteidiger zum Einsatz kommt, weiter vorne viel wohler fühlen würde. Diese Position "ist auf keinen Fall meine Lieblingsposition", sagte der ÖFB-Mittelfeldstratege schon des öfteren. Andere Defensiv-Kaliber wie der Brasilianer Thiago Silva von Paris SG, der Deutsche Jérôme Boateng (FC Bayern) und der Spanier Gerard Piqué (FC Barcelona) liegen mit einem Marktwert von 40 Millionen Euro hinter Österreichs Sportler des Jahres 2014.

Ronaldo Titelverteidiger

Im Vorjahr ging der Goldene Ball ("Ballon d'Or") an Real Madrids portugiesischen Torjäger Cristiano Ronaldo, der auch heuer neben Messi als erster Anwärter auf die Trophäe für den besten Fußballer des Jahres gilt. Die Kapitäne und Trainer der Nationalmannschaften sowie ausgewählte internationale Medienvertreter treffen dafür bis Ende November ihre Wahl. Die finalen drei Kandidaten werden am 30. November bekannt gegeben, der Sieger wird dann am 11. Jänner bei einer Gala in Zürich geehrt.

Dort wird auch der Trainer des Jahres ausgezeichnet. Haushoher Favorit ist diesmal Luis Enrique, der mit Barcelona in diesem Jahr bereits vier Titel (Champions League, UEFA-Supercup sowie nationale Meisterschaft und Cupsieg) erobert hat. 2014 hatte der deutsche Weltmeister-Trainer Joachim Löw die Abstimmung zum Welttrainer gewonnen. (APA/dpa/red, 20.10.2015)

Weltfußballer-Kandidaten 2015:

Manuel Neuer (GER/FC Bayern München), Thomas Müller (GER/FC Bayern München), Toni Kroos (GER/Real Madrid), Sergio Aguero (ARG/Manchester City), Gareth Bale (WAL/Real Madrid), Karim Benzema (FRA/Real Madrid), Cristiano Ronaldo (POR/Real Madrid/Titelverteidiger), Kevin De Bruyne (BEL/VfL Wolfsburg/Manchester City), Eden Hazard (BEL/Chelsea FC), Zlatan Ibrahimovic (SWE/Paris St. Germain), Andres Iniesta (ESP/FC Barcelona), Robert Lewandowski (POL/FC Bayern München), Javier Mascherano (ARG/FC Barcelona), Lionel Messi (ARG/FC Barcelona), Neymar (BRA/FC Barcelona), Paul Pogba (FRA/Juventus Turin), Ivan Rakitic (CRO/FC Barcelona), Arjen Robben (NED/FC Bayern München), James Rodriguez (COL/Real Madrid), Alexis Sanchez (CHI/Arsenal FC), Luis Suarez (URU/FC Barcelona), Yaya Toure (CIV/Manchester City), Arturo Vidal (CHI/Juventus Turin/FC Bayern München)

Welttrainer-Kandidaten:

Massimiliano Allegri (ITA/Juventus Turin), Carlo Ancelotti (ITA/Real Madrid), Laurent Blanc (FRA/Paris St. Germain), Unai Emery (ESP/FC Sevilla), Pep Guardiola (ESP/FC Bayern München), Luis Enrique (ESP/FC Barcelona), Jose Mourinho (POR/Chelsea FC), Jorge Sampaoli (ARG/Nationalteam Chile), Diego Simeone (ARG/Atletico Madrid), Arsene Wenger (FRA/Arsenal FC)

  • Nicht Weltfußballer aber aktuell teuerster Verteidiger: David Alaba.
    foto: apa/robert jaeger

    Nicht Weltfußballer aber aktuell teuerster Verteidiger: David Alaba.

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