Steirische Stabil-Fenster meldet Insolvenz an

20. Oktober 2015, 10:59
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Unternehmen mit 5,9 Millionen Euro überschuldet – Fortführung ungewiss, 190 Mitarbeiter betroffen

Gabersdorf – Der steirische Fensterhersteller Stabil ist insolvent. Die Pax Stabil GmbH hat am Dienstag am Landesgericht Graz einen Konkursantrag gestellt. Die Überschuldung betrage rund 5,9 Millionen Euro, teilten die Kreditschutzverbände KSV 1870, Creditreform und AKV mit. Der Betrieb mit 186 Mitarbeitern soll vorerst fortgeführt werden; über eine allfällige Schließung entscheidet der künftige Insolvenzverwalter.

Der operative Betrieb der Stabil Bauelemente GmbH mit Sitz in Landscha an der Mur in der Gemeinde Gabersdorf (Bezirk Leibnitz) wurde 2014 von der deutschen Pax AG übernommen. Produziert werden Fenster und Türen aus Holz, Aluminium und Kunststoff. Das Unternehmen zählt zu den größten österreichischen Herstellern in der Branche und blickt auf eine mehr als 35-jährige Firmengeschichte zurück.

Zuschüsse

Die Gesellschaft hat dem KSV 1870 zufolge rund 13,5 Millionen Euro Passiva und 7,6 Millionen Euro Aktiva vorzuweisen. Derzeit sei die Aufrechterhaltung des Betriebs nur durch Zuschüsse der deutschen Alleingesellschafterin Pax möglich. Von der Insolvenz sind 211 Gläubiger betroffen. Ursache sei ein massiver Preisverfall, bei dem laut Creditreform Rabatte von bis zu 70 Prozent gewährt werden. Eine kostendeckende Produktion sei da nicht zu bewältigen. Ein Mitarbeiterabbau sei aufgrund der Größe des Standortes nicht möglich. Prozessoptimierungen reichten ebenfalls nicht aus, um den Preisverfall auszugleichen.

Bereits begonnene Aufträge aus Österreich, Slowenien und Kroatien, für die auch schon Anzahlungen von insgesamt mehr als 200.000 Euro geleistet wurden, sollen fertig abgewickelt werden. Ob das möglich ist, muss aber erst der Insolvenzverwalter beurteilen. (APA, 20.10.2015)

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