Siebenjähriger in Frankreich nach Messerattacke gestorben

20. Oktober 2015, 10:51
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Justiz hält Verdächtigen trotz psychischer Probleme für schuldfähig

Paris – Nach der Messerattacke eines geistig Verwirrten ist in Ostfrankreich ein siebenjähriger Bub gestorben. Lucas erlag am Montagabend im Universitätsklinikum der Stadt Nancy seinen schweren Verletzungen, wie die Staatsanwaltschaft mitteilte. Der Angriff auf das Kind am vergangenen Donnerstag hatte in Frankreich Entsetzen und Fassungslosigkeit ausgelöst.

In der nahe Metz gelegenen Ortschaft Joeuf hatte der Mann auf offener Straße ohne sichtbaren Grund den Buben angegriffen, der gerade von der Schule nach Hause kam. Er stach ihm mehrfach in Brust und Bauch. Später stellte sich der Mann, der bereits 2013 wegen einer Gewalttat verurteilt worden war, der Polizei. Die Justiz hält ihn trotz seiner psychischen Probleme für schuldfähig.

Der Bub wurde mit einem Hubschrauber in die Uniklinik von Nancy geflogen und notoperiert. Die Ärzte konnten ihn aber nicht retten, er starb vier Tage nach der Attacke. Nach seinem Tod hingen am Dienstag die Fahnen in Joeuf auf Halbmast, Einwohner legten am Tatort Blumen nieder. "Der Schmerz ist unermesslich", sagte Bürgermeister Andre Corzani. (APA, 20.10.2015)

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