Anadi-Bank dementiert Verkaufspläne

19. Oktober 2015, 15:35
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Kein Kommentar zu Jobabbau und Sozialplan

Wien – Die Anadi-Bank, frühere Österreich-Tochter der Hypo Alpe Adria, hat am Montag einen STANDARD-Bericht über einen geplanten Teilverkauf der Bank durch den aktuellen Alleineigentümer dementiert. Zu angeblich bevorstehenden Filialschließungen schweigt das Kärntner Geldhaus aber ebenso wie zum kolportierten Jobabbau und zum Sozialplan, der laut STANDARD-Informationen bereits verhandelt wird.

Das Filialnetz und der "Vertriebszugang" seien "in Überarbeitung", sagte ein Sprecher der Anadi-Bank am Montag auf Nachfrage der APA. Die Belegschaftsvertretung sei eingebunden. Zum Sozialplan könne man derzeit "nichts sagen".

Wie der STANDARD erfahren hat, will die Anadi-Bank in Kärnten mehrere Filialen zusperren – derzeit sind es 14 – und stattdessen auf den Ausbau von Onlinebanking und mobilem Vertrieb setzen. Weiters sollen rund 100 von 430 Stellen wegfallen.

"Vorschriften übererfüllt"

Zum angeblich nötigen Aufbesserungsbedarf beim Eigenkapital hielt die Anadi-Bank am Montag in einer Aussendung fest, dass das Geldhaus seit der Privatisierung 2013 seine Kapitalquoten kontinuierlich steigern habe können und "sämtliche regulatorische Vorgaben und Kapitalvorschriften" übererfülle.

"Behauptungen über einen geplanten Teilverkauf der Bank durch den aktuellen Alleineigentümer entbehren jeder Grundlage. Die britisch-indische Investorenfamilie Kanoria steht unverändert zu ihrem Vorhaben, die Austrian Anadi-Bank langfristig in Österreich zu entwickeln", so die Bank. (APA, 19.10.2015)

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