Bayern kommt, Arsenal braucht Punkte

19. Oktober 2015, 13:24
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Londoner müssen Fehlstart mit zwei Niederlagen ausgerechnet gegen in Topform befindliche Münchner korrigieren – Kiew empfängt Chelsea

London/Kiew – Die Dienstag-Partien (ab 20.45 Uhr/alle Spiele live Sky) der Champions-League bieten zwei Schlagerspiele mit österreichischer Beteiligung. David Alaba gastiert in Gruppe F mit dem auch in der Bundesliga bisher ausnahmslos siegreichen Tabellenführer FC Bayern in London bei Arsenal (live SF2), in Gruppe G empfängt Aleksandar Dragovic mit Spitzenreiter Dynamo Kiew Englands Meister Chelsea.

"Chelsea hat in dieser Saison noch nicht wirklich geglänzt, das macht sie umso gefährlicher, sie sind sicherlich zu favorisieren", warnte Dragovic vor den Gästen aus London, die nach dem schwächsten Start seit 37 Jahren mit nur elf Punkten aus neun Spielen im Tabellenmittelfeld der Premier League feststecken. Auf Österreichs Innenverteidiger wartet mit Spaniens Teamstürmer Diego Costa als Gegenspieler eine besonders unangenehme Aufgabe, die aber die Chance bietet, sich eindringlich für einen Transfer auf die Insel zu empfehlen.

Die Generalprobe für das Chelsea-Match ging völlig daneben. Dynamo Kiew verlor das Heimspiel am Freitagabend gegen Schachtar Donezk 0:3 und mit dieser ersten Saisonniederlage auch die Tabellenführung an den Erzrivalen. Trainer Sergij Rebrow sah das Fehlen des an einer Muskelverletzung laborierenden Mittelfeld-Schlüsselspielers Sergij Rybalka als Hauptgrund für die Pleite. Bei Kiew hoffte man deshalb, dass Rybalka rechtzeitig für die Chelsea-Partie fit wird.

Für Gunners gegen Bayern zuletzt nichts zu holen

Das Duell Arsenal – Bayern ist ein Dauerbrenner in der Königsklasse. In den vergangenen beiden Jahren setzten sich die Deutschen jeweils im Achtelfinale gegen die Gunners durch. Dabei legte man jeweils mit Auswärtssiegen (3:1 und 2:0) den Grundstein zum Aufstieg. Trotz dieser Erfolgsbilanz erwartet Alaba aber "kein einfaches Spiel in London". Arsenal steht nach den Niederlagen bei Dinamo Zagreb (1:2) und zu Hause gegen Olympiakos Piräus (2:3) ordentlich unter Druck.

Ohne Punktezuwachs scheint ein vorzeitiges Scheitern in der Gruppenphase schon bedrohlich nahe zu rücken. Zuletzt konnten sich die Nordlondoner in der Saison 2002/03 nicht für die K.o.-Runde qualifizieren. Trainer Arsene Wenger ist aber zuversichtlich, dass der Fehlstart "korrigiert" werden kann. "Wir wissen ganz genau, was es dafür braucht – eine großartige Leistung gegen ein Top-Team", betonte der Franzose, der am Donnerstag 66 Jahre alt wird.

Torgarant Sanchez

In der Liga lief es für den Tabellenzweiten zuletzt vor allem dank der Torjäger-Qualitäten von Alexis Sanchez gut. Der Chilene erzielte gleich sechs der jüngsten elf Meisterschaftstreffer. Arsenal gelangen zuletzt mit einem 5:2 in Leicester, 3:0 gegen Manchester United und 3:0 in Watford drei Siege en suite. "Ein Resultat wie gegen Manchester United – ein 3:0 nach 20 Minuten wäre ideal. Wir müssen wieder dieses Level erreichen", forderte Wenger.

Die Bayern haben indes nach dem perfekten Auftakt in der Champions League und dem Bundesliga-Startrekord ihren bereits 13. Pflichtspielsieg en suite im Visier. "Wir wollen aus den zwei Spielen in London und beim Rückspiel in München Punkte mitnehmen, um dann das zu holen, was wir wollen: den Tabellenplatz eins", stellte Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge klar. "Wir haben zwei wunderbare Spiele zum Start hingelegt mit sechs Punkten und 8:0 Toren. Das gilt es jetzt ganz einfach in England unter Beweis zu stellen." (APA/Reuters, 19.10. 2015)

PROGRAMM für Dienstag:

  • Gruppe E:

Bayer Leverkusen – AS Rom
BATE Borissow – FC Barcelona (beide 20.45 Uhr)

  • Gruppe F:

FC Arsenal – Bayern München
Dinamo Zagreb – Olympiakos Piräus (beide 20.45 Uhr)

  • Gruppe G:

FC Porto – Maccabi Tel Aviv
Dynamo Kiew – FC Chelsea

  • Gruppe H:

FC Valencia – KAA Gent
Zenit St. Petersburg – Olympique Lyon

(alle Spiele um 20.45 Uhr)

  • Arsene Wenger schaut beim Training ganz genau hin, sein Arsenal braucht gegen die Bayern eine "großartige Leistung".
    foto: reuters/o'brien

    Arsene Wenger schaut beim Training ganz genau hin, sein Arsenal braucht gegen die Bayern eine "großartige Leistung".

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