#255: Macondo

19. Oktober 2015, 11:41
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„Wegen meiner eigenen Migrationsgeschichte ist MACONDO auch ein sehr persönlicher Film, zu dem ich einen starken emotionalen Bezug habe.“ Sudabeh Mortezai

Ramasan muss viel Verantwortung übernehmen für einen Elfjährigen. In der traditionellen tschetschenischen Gesellschaft gilt er seit dem Tod seines Vaters als Mann im Haus, der sich um seine Mutter und seine zwei jüngeren Schwestern kümmern muss. Seine Welt ist in Macondo angesiedelt, einer rauen Flüchtlingssiedlung mitten im Industriegebiet am Stadtrand von Wien. Ramasan spricht viel besser Deutsch als seine Mutter Aminat, und er agiert bei Amtswegen oft als Übersetzer für sie. Aminat ist auf seine Hilfe angewiesen, muss sie doch mit dem Verlust ihres Mannes, der Flucht aus Tschetschenien und dem harten Alltag als berufstätige alleinerziehende Mutter in einer fremden Gesellschaft zurechtkommen. Ramasans enge Welt bricht auf, als Isa, ein Kriegskamerad des toten Vaters, in die Wohnsiedlung einzieht. Doch als Aminat beginnt, sich für Isa zu interessieren, beginnt für Ramasan ein emotionaler Konflikt. Er fühlt den Drang, das Bild des toten Vaters zu beschützen … MACONDO, der erste Spielfilm von Sudabeh Mortezai, feierte seine Weltpremiere im Wettbewerb der Berlinale 2015.

REGIE: Sudabeh Mortezai

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