"Bröckel und die Nus": Wenn der Putz bröckelt

Rezension19. Oktober 2015, 09:34
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Nicola Eller zeigt, wie spannende Geschichten noch im Alltäglichen zu finden sind. Lediglich die Illustrationen sind wenig originell

Es ist schon erstaunlich, auf welche Ideen Kinderbuchautoren und -autorinnen kommen. Jedes Tier eignet sich zum Titelhelden. Fliegen ist kein Problem, ebenso ewig langes Tauchen. Alles ist möglich. Genau das dürfte sich auch Nicola Eller gedacht haben, als sie Ihre Geschichte, für Kinder ab fünf, konzipiert hat. In Bröckel und die Nus sind die Hauptdarsteller – neben Kindern – zwar auch Tiere, aber ganz besondere. Denn es gibt sie nur in der Fantasie. "Bröckel" heißt nicht zufällig so. Tobias hat ihn auf seinem Weg zur Schule entdeckt, den Hund: "Es ist ein großer Mauerfleck, ein Stück abgebröckelter Putz, der die Form eines Hundes hat."

Später werden die Nus und ein Elefanten-Fleck dazustoßen. Sie eint der Kampf gegen Herrn Raffzahn, der die Häuserwand herrichten lassen will. Nicola Eller hat sich wirklich eine außergewöhnliche Story einfallen lassen. Schade nur, dass die Illustrationen vergleichsweise unoriginell sind. Der Plot macht dieses Manko aber weg – und die (mit)lesenden Kinder werde künftig jede Hauswand absuchen, ob sich da nicht auch ein "Bröckel" findet. (Peter Mayr, 19.10.2015)

  • Nicola Eller, 
"Bröckel und die Nus"
Freya-Verlag 2015
32 Seiten / 14,90 Euro
    foto: freya

    Nicola Eller,

    "Bröckel und die Nus"

    Freya-Verlag 2015

    32 Seiten / 14,90 Euro

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