Russland und EU planen Suche nach Wasser auf dem Mond

18. Oktober 2015, 13:48
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Spezielle Sonde soll auf dem Südpol des Erdtrabanten landen

Paris/Moskau – Russland und die europäische Raumfahrtagentur ESA planen eine gemeinsame Mission zur Suche nach Wasser auf dem Mond. Bei dem für 2020 geplanten Projekt "Luna-27" soll eine spezielle Sonde auf dem Südpol des Erdtrabanten landen, teilte James Carpenter von der ESA am Sonntag in Paris mit. Die ESA leiste – als "Juniorpartner" – etwa Hilfe bei der Navigation.

In Moskau hieß es, das Projekt solle auch ein erster Schritt werden für den Aufbau einer ständigen Basis. "Auf dem Mond existieren fast alle Ressourcen, die auch auf der Erde gefunden wurden", sagte der Wissenschafter Igor Mitrofanow. Bei "Luna-27" handle es sich im Grunde um die Fortsetzung eines sowjetischen Programms von 1976.

Das Projekt sei "technologisch weit fortgeschritten und gut vorbereitet", meinte ein Mitarbeiter der deutschen Raumfahrtbranche. "Der Südpol des Mondes ist unerforscht. Niemand war dort. Die Kooperation der ESA mit der russischen Raumfahrtbehörde Roskosmos ist gut etabliert."

Europas Raumfahrtchef Jan Wörner hatte sich vor kurzem trotz der aktuellen Ost-West-Krise für eine enge Zusammenarbeit mit Russland ausgesprochen. "Gerade in Zeiten irdischer Krisen ist die Raumfahrt als Brückenbauer aktiv", sagte der ESA-Generaldirektor. (APA, 18.10.2015)

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