USA: Keine neuen Öl-Konzessionen in der Arktis

18. Oktober 2015, 08:56
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Genehmigungen für Shell und Statoil werden nicht verlängert

Washington/London – Die US-Regierung will in der Arktis vorerst keine Ölbohrkonzessionen mehr vergeben. Innenministerin Sally Jewell kündigte am Wochenende an, dass die Konzessionen für die Bereiche Meer des Tchouktches und Beaufort nicht mehr versteigert werden sollen. Bislang war für Beaufort lediglich eine Bewerbung eingegangen, für Tchouktches gar keine.

Die Regierung in Washington lehnte zudem die Anträge der Ölkonzerne Shell und Statoil auf Verlängerung von Konzessionen in der Arktis um zehn Jahre ab. Die beiden Unternehmen hätten keinen "vernünftigen Zeitplan" für die Erschließung der Ölfelder vorgelegt, hieß es zur Begründung.

Shell hatte Ende September seinen Rückzug aus Alaska angekündigt, nachdem eine 2.000 Meter tiefe Bohrung im Bereich Tchouktches unter dem Meer fehlgeschlagen war. Angesichts der Ankündigung von Shell und vor dem Hintergrund der derzeitigen Marktbedingungen sei die Ausgabe neuer Konzessionen nicht angezeigt, erklärte Jewell unter Hinweis auf die gesunkenen Rohölpreise. (APA, 18.10.2015)

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