"Wir haben komplett die Balance verloren"

17. Oktober 2015, 19:29
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WAC – SCR (2:1):

Dietmar Kühbauer (WAC-Trainer): "Es war ein verdienter Sieg. Ich will niemanden herausheben, jeder hat seinen Teil beitragen. Endlich ist die Leistung auch belohnt worden – und das gegen Rapid. Ein Sieg gegen Rapid bringt mehr Reputation als gegen andere Mannschaften, aber ein Sieg gegen Grödig bringt genauso drei Punkte. Es hat sich in den letzten Spielen schon abgezeichnet. Da sind wir an der Abschlussschwäche gescheitert, nicht am Spielerischen. Heute sind die Tore zu sehr wichtigen Zeitpunkten gefallen. Aber wir haben auch nicht nachgelassen."

Issiaka Ouedraogo (WAC-Torschütze): "Das ist ein Wahnsinn. Wir sind sehr, sehr glücklich, daheim endlich drei Punkte geholt zu haben. Wir haben uns heute belohnt, das ist ein Befreiungsschlag für uns."

Joachim Standfest (WAC-Außenverteidiger): "Ich bin sehr froh, dass wir das Spiel so drübergebracht haben. Wir haben Rapid bis auf die ersten zehn Minuten klar im Griff gehabt. Gott sei Dank haben wir wirklich auch einmal eine gute Leistung in ein Ergebnis ummünzen können. Aber es ist halt nur ein Schritt aus dem Keller."

Zoran Barisic (Rapid-Trainer): "Der WAC hat verdient gewonnen, er war die bessere Mannschaft. Der Sieg geht vollkommen in Ordnung. Ich bin sehr enttäuscht über die schlechteste Saisonleistung meiner Mannschaft. Der Ausfall von Petsos war ein schwerer Schlag. Bis dahin haben wir absolute Kontrolle über das Spiel gehabt. Danach haben wir komplett die Balance verloren, das darf einfach nicht passieren. Wir waren zu wenig giftig in den Zweikämpfen. Es hat auch die Dynamik gefehlt, das ist sehr enttäuschend. In erster Linie liegt es an der Einstellung zu diesem Spiel. Wir wussten, dass der Gegner robust in den Zweikämpfen ist. Diesen sogenannten Kampf haben wir nicht angenommen."

Florian Kainz (Rapid-Flügelspieler): "Wir sind in den ersten 15 Minuten ganz gut reingekommen, dann sind wir aber aus der Balance gekommen. Der WAC war in der ersten Hälfte sehr präsent, sehr gut. Sie haben immer die zweiten Bälle gehabt und haben uns das Leben schwer gemacht. Natürlich ist es schwer zu spielen, wenn sich der WAC mit der Führung hinten hineinstellt und auf Konter spielt. Aber es war von uns zu wenig."

Salzburg – Admira (8:0):

Peter Zeidler (Salzburg-Trainer): "Die Anfangsphase war nicht so gut. Der Gegner hat das aber auch geschickt gespielt. Wir hatten prekäre Situationen zu überstehen. Das 1:0 war ein Knackpunkt, das 2:0 ist zum richtigen Zeitpunkt gefallen."

Über die zweite Hälfte: "Da lacht das Fußballherz. Es war eine extreme Spielfreude und eine Begeisterung zu sehen, die Bälle zu erobern."

Ernst Baumeister (Admira-Trainer): "Es ist nicht lustig, hier 8:0 zu verlieren. Wir haben die ersten 30 Minuten offen gestaltet. Nach dem 1:0 haben wir den Fehler gemacht, dass wir die Flucht nach vorne ergriffen haben. Zweite Halbzeit hat Red Bull gezeigt, welche Klasse diese Mannschaft hat."

Austria – Grödig (2:1):

Thorsten Fink (Austria-Trainer): "Wir haben offensiv eine hervorragende Partie abgeliefert. Wir haben ein gutes Positionsspiel gezeigt, haben uns zwischen den Linien hervorragend bewegt. Einzig mit der Chancenverwertung bin ich nicht zufrieden. Ansonsten war das ein sehr, sehr gutes Spiel meiner Mannschaft. So müssen wir weitermachen. Vor dem Derby ist es immer wichtig zu gewinnen. Die Pfiffe waren nicht gerechtfertigt, aber wir nehmen das hin."

Alexander Gorgon (zweifacher Austria-Torschütze): "Wir wollten zu Hause so schnell wie möglich die Weichen auf Sieg stellen. Die zweite Halbzeit war ein bisschen zäh natürlich, dann haben wir auch den Gegentreffer zugelassen. Aber aufgrund des Aufwandes in der ersten Halbzeit haben wir uns den Sieg auf jeden Fall verdient. Wir fahren mit viel Rückenwind zum Derby."

Peter Schöttel (Grödig-Trainer): "Meine Mannschaft hat in der ersten Hälfte eine sehr, sehr schwache Leistung abgeliefert. Wir sind nur hinterher gelaufen, sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und waren verdientermaßen im Rückstand. Wobei man schon sagen muss, dass wir uns die Tore sehr einfach eingefangen haben. Die zweite Hälfte war etwas besser. Wir sind besser in die Zweikämpfe gekommen, haben uns nach vorne mehr zugetraut. Mit dem sehr schönen Tor (von Djuric/Anm.) ist die Austria auf einmal noch ins Wanken gekommen. Aber schlussendlich hat der Gegner verdient gewonnen."

Benjamin Sulimani (Grödig-Stürmer): "In der ersten Hälfte haben wir Angst gehabt, mit ihnen mitzuspielen – keine Ahnung, warum. Der Trainer hat aber die richtigen Worte gefunden in der Halbzeit. Er hat gesagt, wir sollen einfach mutiger spielen. Das haben wir dann auch gemacht. Wir bauen auf die zweite Halbzeit auf und schauen, dass wir nächste Woche gegen die Admira einen Dreier einfahren."

Sturm – Altach (3:1):

Franco Foda (Sturm-Graz-Trainer): "Wir haben von Beginn an sehr gut gespielt. Die erste Hälfte hat mir sehr gut gefallen, da hatten wir viel Tempo und viele Chancen. Altach hat aus dem Nichts das 1:2 geschossen, wir haben aber schnell die richtige Antwort gefunden. Der Sieg war sehr wichtig, die Fans können mit einem lachenden Gesicht nach Hause gehen. Natürlich gibt es noch einiges zu verbessern, wir müssen noch konstanter werden, aber heute haben wir ein sehr positives Gesicht gezeigt."

Andreas Lukse (Altach-Torhüter): "In der ersten Hälfte waren wir inferior, da hätten wir nicht einmal gegen einen Viertligisten gewonnen. Erst in der zweiten Hälfte sind wir ein bisschen besser ins Spiel gekommen. Der Trainer hat in der Pause nicht geschrien, sondern war total ruhig. Das ist ein schlechtes Zeichen, weil er in diesem Fall sehr enttäuscht ist."

Ried – Mattersburg (0:1):

Paul Gludovatz (Trainer Ried): "Der Weg, den wir eingeschlagen haben, mit den die Defensive stabilisierenden Faktoren, haben wir im Griff. Nicht im Griff haben wir es, noch mehr Chancen zu erarbeiten und eine – eventuell auch mit Glück – zu nützen. Wir haben erwartet, dass der Gegner die Defensive verstärken würde. Sie waren kompakter und etwas weiter als wir. Wir wollten uns mit dem 0:0 nicht zufriedengeben, deshalb auch der Doppeltausch. Und dann haben wir Perlak einmal aus den Augen verloren."

Ivica Vastic (Trainer Mattersburg): "Es war wie erwartet ein schweres Spiel. In der ersten Halbzeit gab es wenig Chancen, beide Mannschaften haben sich neutralisiert. Ried war sehr kompakt und gut organisiert in der Defensive. Wir hatten mehr Ballbesitz, aber keine zwingenden Chancen. Danach waren wir besser im Spiel, hatten die ein oder andere Torchance. Die Frage war, wer das erste Tor machen würde. Wir haben uns den Sieg schwer erarbeitet. Der Sieg gut tut nach zwei Niederlagen, damit können wir uns wieder mehr nach oben orientieren." (APA, 17.10.2015)

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