Wieder Flüchtlinge in der Ägäis ertrunken

17. Oktober 2015, 12:37
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Ein Kind wird noch vermisst

Athen – In der Ägäis sind erneut mehrere Flüchtlinge ertrunken. Zwölf Menschen seien am Samstag gestorben, als ihr in der Türkei gestartetes Boot auf dem Weg zur griechischen Insel Lesbos gesunken sei, meldete die türkische Nachrichtenagentur Anadolu. 25 Menschen hätten gerettet werden können.

Zuvor hatte die griechische Küstenwache mitgeteilt, eine Frau und drei Kinder seien beim Kentern ihres Bootes vor der griechischen Insel Kalymnos ums Leben gekommen. Weitere elf Menschen seien gerettet worden, nach einem vermissten Kind werde noch gesucht.

In diesem Jahr sind nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) bereits knapp 300 Flüchtlinge in der Ägäis ertrunken. Tödliche Bootsunglücke ereignen sich dort fast jeden Tag. Erst am Donnerstag waren sieben Flüchtlinge, darunter vier Kinder, nahe der griechischen Insel Lesbos ertrunken, die Leiche einer weiteren Frau wurde am Freitag gefunden. Am Mittwoch starben drei weitere Menschen vor Lesbos, darunter ein Kind und ein Baby.

Nach Angaben des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR hatten zuletzt deutlich mehr Flüchtlinge versucht, per Boot von der Türkei aus in die EU zu gelangen. Dies könne auf eine kurzzeitige Wetterbesserung zurückzuführen sein. Es sei aber auch möglich, dass viele Menschen die Flucht noch vor dem Wintereinbruch antreten wollten oder sich aus Sorge vor einer möglichen baldigen Schließung der europäischen Grenzen auf den Weg machten. (APA/dpa, 17.10.2015)

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