US-Präsident Obama zu Nukleargesprächen mit Nordkorea bereit

17. Oktober 2015, 10:27
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Bereitschaft Pjöngjangs zu ernsthaften Verhandlungen aber Voraussetzung – Treffen mit Südkoreas Präsidentin Park im Weißen Haus

Washington – US-Präsident Barack Obama ist grundsätzlich zu Gesprächen über Nordkoreas Atomwaffen und die Lockerung von Sanktionen bereit. Voraussetzung für nukleare Abrüstungsgespräche sei allerdings, dass auch die Führung in Pjöngjang zu ernsthaften Verhandlungen bereit sei, sagte Obama am Freitag nach einem Treffen mit Südkoreas Präsidentin Park Geun Hye im Weißen Haus in Washington.

Ähnlich wie der Iran müsste Nordkorea bereit sein, sich strengen Kontrollen zu unterwerfen. "An diesem Punkt sind wir aber noch nicht angelangt", sagte Obama. Anders als Teheran zeige Pjöngjang bisher keine Bereitschaft, über eine Zukunft ohne Atomwaffen nachzudenken. Notwendig sei "echter Wille", fügte Park hinzu, und zitierte ein Sprichwort: "Man kann ein Pferd zum Trog führen, aber man kann es nicht zwingen, zu trinken."

Mögliches Vorbild Kuba

Bisher hätten die nordkoreanischen Nuklear- und Raketenprogramme das Land nur mehr isoliert, sagte Obama. "Unsere Länder werden Nordkorea niemals als Atomwaffen-Staat akzeptieren." Die iranischen Atomgespräche und der diplomatische Neuanfang mit Kuba hätten aber bewiesen, dass die Vereinigten Staaten auch mit Ländern verhandelten, mit denen die USA "eine schwierige Geschichte" teilten.

Erst vor vier Wochen hatte Nordkorea sich mit der Verbesserung seines Atomwaffenprogramms gebrüstet und zugleich gedroht, jederzeit auf die feindselige Politik der USA mit Atomwaffen reagieren zu können. Seit 2006 hat das Land drei Atomtests durchgeführt, auf die der UNO-Sicherheitsrat jeweils mit einer Verschärfung der Sanktionen gegen das kommunistische Regime in Pjöngjang reagierte. (APA/dpa, 17.10.2015)

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