Telekom Austria: Roaming-Regulierung "massive Belastung für Kunden"

16. Oktober 2015, 15:56
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Telekom will "in Marktkonsolidierung investieren" – Marke Yesss entwickelt sich zufriedenstellend

Neben dem Ausbau des Glasfaser-Festnetzes will die Telekom Austria in den nächsten Jahren vor allem in Zukäufe in kleineren Märkten investieren. "Wenn sich eine Gelegenheit ergibt, dann werden wir in Marktkonsolidierung investieren", sagte Finanzvorstand Siegfried Mayrhofer am Freitag bei der Gewinn-Messe in Wien.

Privatisierung der Telekom Srbija

"Wir sind aktiv in sehr vielen kleinen Ländern. Und gerade in kleinen Ländern mit vielleicht nur zwei Millionen Einwohnern macht es wenig Sinn, wenn dort viele parallele Infrastrukturen ausgerollt sind", sagte Mayrhofer. Es sei daher eine Priorität der TA, bei der Marktkonsolidierung in diesen Ländern zu partizipieren. Derzeit versucht Serbien erneut, die Telekom Srbija zu privatisieren. Die Regierung erhofft sich einen Erlös von 1,5 Mrd. Euro für 58 Prozent der Anteile – allerdings soll keiner der acht Interessenten mehr als 1,2 Mrd. Euro geboten haben.

"Festnetz erlebt Renaissance"

Die Telekom Austria will in allen Ländern, in denen sie mit Mobilfunk gestartet ist, auch Schritt für Schritt auch zum Festnetzanbieter werden. "Wir glauben an die Konvergenz, das Zusammenwachsen von Festnetz und Mobilfunk", sagte Mayrhofer. Das Festnetz erlebe jetzt wegen der großen transportierten Datenmengen weltweit eine Renaissance. Deshalb werde man allein in Österreich im Zeitraum 2015 bis 2018 rund 400 Mio. Euro in den Ausbau des Glasfaser-Netzes investieren. Ziel sei es, 70 Prozent der österreichischen Haushalte eine Internet-Geschwindigkeit von 30 Mbit zur Verfügung zu stellen.

Mit der Entwicklung der Marke Yesss sei man zufrieden, sagte der TA-Finanzchef. "Die Marke wächst nach wie vor, auch wenn wir jetzt das Vertriebsnetz gewechselt haben von Hofer hin zur Rewe-Gruppe.

Roaming

Negativ werde sich auf die Branche in den nächsten Jahren die Roaming-Regulierung der EU auswirken, glaubt Mayrhofer. Sie werde von Brüssel zwar mit guten Intentionen vorgegeben, nämlich etwas für die Verbraucher zu tun, sie bewege sich aber "völlig in die falsche Richtung". Zwei Drittel der Roaming-Erträge würden nämlich auf Geschäftskunden entfallen. "Es wird sicherlich eine massive Belastung für die Kunden sein." (APA, 16..10.2015)

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    foto: apa/robert jaeger
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