Trump und Carson drohen mit Boykott der nächsten TV-Debatte

16. Oktober 2015, 08:27
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Republikanische US-Präsidentschaftsbewerber kritisieren Format

Washington – Die beiden derzeitigen Favoriten unter den republikanischen US-Präsidentschaftsbewerbern, Donald Trump und Ben Carson, haben mit einem Boykott der nächsten Fernsehdebatte gedroht, sollte das Format so "lächerlich" bleiben wie vorgesehen.

Nach den Plänen des Kabelsenders CNBC soll die Debatte zwischen den Bewerbern der Republikaner zwei Stunden dauern und von vier Werbeblocks unterbrochen werden, die insgesamt nochmals 16 Minuten dauern. Dafür will der Sender auf die Eröffnungs- und Abschiedsworte der Bewerber verzichten.

In ihrem von NBC News veröffentlichten Schreiben an CNBC bezeichneten Trump und Carson die Änderungen als inakzeptabel. Warum sollte die Debatte "so viel länger dauern als die gerade gesendete und ausgesprochen langweilige Debatte der demokratischen Präsidentschaftsbewerber", beschwerte sich Trump. Auf Twitter äußerte der Milliardär den Verdacht, dass auf diese Weise mehr Werbeeinnahmen fließen sollen. Wie Trump drohte auch der ehemalige Chirurg Carson mit einem Verzicht seiner Teilnahme, sollte die Debatte länger als 120 Minuten – inklusive Werbung – sein und keine Statements zu Beginn und Ende enthalten.

Die demokratischen Präsidentschaftsbewerber hatten am Dienstagabend ihre erste Fernsehdebatte. 15,8 Millionen Zuschauer sahen dabei zu – ein Rekord in der Parteigeschichte. Bei der Debatte der Republikaner im August schalteten 24 Millionen Menschen zu – so viel wie noch nie bei einer derartigen Talkrunde. (APA/Reuters, 16.10.2015)

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