Dino-Babys im "Drachengrab" gefunden

18. Oktober 2015, 15:46
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Forscher stoßen in der Wüste Gobi auf ein Gelege von Saurolophus angustirostris aus der späten Kreidezeit

Gent – "Drachengrab" lautet der Spitzname einer Fundstätte für Fossilien aus der späten Kreidezeit, die im mongolischen Teil der Wüste Gobi liegt. Dort fanden belgische Paläontologen nun ein Gelege mit den Überresten von drei oder vier Dinosaurierjungen.

Die Fossilien gehören zur Spezies Saurolophus angustirostris, die mit einer Länge von zwölf Metern zu den größten Vertretern ihrer Gruppe, den pflanzenfressenden Hadrosauriern, zählte. Wegen ihrer charakteristischen Kopfform wurden diese früher auch als "Entenschnabeldinosaurier" bezeichnet. Typisch für sie waren aber auch die von Art zu Art sehr unterschiedlich ausgebildeten Schädelfortsätze. Saurolophus angustirostris trug einen hohlen Kamm, der vom Schädeldach wie ein Stachel nach hinten und in einem 45-Grad-Winkel nach oben ragte.

Die nun gefundenen Exemplare waren allerdings noch Babys, ihre Schädel hatten erst ein Zwanzigstel der Länge eines ausgewachsenen Exemplars und trugen noch keinen Kamm. Die Forscher um Leonard Dewaele von der Universität Gent sprechen von einer "perinatalen Gruppe": Aus den Funden lässt sich nicht eindeutig ablesen, ob die Jungtiere bereits geschlüpft waren oder ob sie sich noch in ihren Eierschalen befanden, als der Tod sie ereilte. (red, 18. 10. 2015)

  • Dieses Dinosauriernest hatte einst in der späten Kreidezeit an einem Flussufer gelegen, ehe es von angeschwemmten Sedimenten verschüttet wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren die Dino-Babies darin aber bereits tot und teilweise verwest, schließen Forscher aus der Analyse des Fossils. Wie groß die Tiere werden konnten, zeigt das Schädelfossil unten.
    foto: dewaele et al.

    Dieses Dinosauriernest hatte einst in der späten Kreidezeit an einem Flussufer gelegen, ehe es von angeschwemmten Sedimenten verschüttet wurde. Zu diesem Zeitpunkt waren die Dino-Babies darin aber bereits tot und teilweise verwest, schließen Forscher aus der Analyse des Fossils. Wie groß die Tiere werden konnten, zeigt das Schädelfossil unten.

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    foto: reuters/toru hanai
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