"Killer"-USB-Stick grillt Computer

16. Oktober 2015, 11:18
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Der schädliche Stick setzt den Computer unter 220 Volt Spannung und zerstört Komponenten

Ein russischer Hacker namens "Dark_Purple" hat einen "Killer-USB-Stick" entwickelt, der Computer zerstören kann. Der Stick setzt den Rechner nach dem Einstöpseln in den USB-Schlitz mit 220 Volt unter Spannung, wodurch das Innere des Computers wortwörtlich gegrillt wird. Potenziell sind nicht nur Rechner, sondern alle USB-fähigen Geräte wie Autos und Fernseher betroffen.

Laut "Spiegel" wandelt der Stick jene fünf Volt, die durch USB bereitgestellt werden, in 220 Volt um, dann werden diese in einer Endlosschleife entladen.

foto: screenshot

Festplatte bleibt

"Ars Technica" bezweifelt, dass dadurch Daten zerstört werden könnten. Denn die Festplatte dürfte die hohe Spannung überleben – wenngleich viele andere Komponenten kaputt gehen. Auch "Dark_Purple" glaubt, dass die Festplatte überlebt hat. Der USB-Stick kann also für Zerstörung sorgen, Datenverluste dürften allerdings ausbleiben.

dark purple

"BadUSB"

Eine Sicherheitslücke im USB-Standard sorgt seit einigen Jahren für Schlagzeilen. Sie wird "BadUSB" genannt und erlaubt Angriffe prinzipiell über fast jedes USB-Gerät wie Stick, Maus, Webcam oder Handy. Angreifer können die Firmware von USB-Geräten beispielsweise so manipulieren, dass sich die Geräte beim System als Tastatur anmelden. Anschließend kann die infizierte Firmware Tastatureingaben tätigen wie der Besitzer selbst, ohne dass das System eingreift.

Um die Sicherheitslücke zu stopfen, sind die Hersteller der USB-Geräte und Betriebssysteme gleichermaßen gefragt. Erstere müssen dazu übergehen, die USB-Firmware zu signieren. (fsc, 15.10.2015)

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