Verbund-Aktie nach starken Zahlen plus 7,9%

4. November 2015, 18:24
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Banken und voestalpine schwach – Verbund-Quartalszahlen weit über Marktkonsensus

Wien – Die Wiener Börse hat am Mittwoch schwächer geschlossen. Der ATX fiel 10,98 Punkte oder 0,45 Prozent auf 2.432,56 Einheiten. Damit lag die tatsächliche Entwicklung des Leitindex rund 39 Punkte unter der heutigen Händlerprognose im APA-Konsensus von 2.472,00 Punkten. Zum Vergleich die wichtigsten Börsenindizes um 17.30 Uhr: Dow Jones/New York -0,29 Prozent, DAX/Frankfurt -0,89 Prozent, FTSE/London +0,51 Prozent und CAC-40/Paris +0,35 Prozent.

In einem gemischten europäischen Börsenumfeld ging der Handel in Wien mit einem negativen Vorzeichen zu Ende. Nach Aufschlägen im Verlauf trübte im Späthandel eine verhaltene Stimmung an der Wall Street europaweit das Sentiment ein.

Am heimischen Markt war die Verbund-Aktie mit einem Kursaufschlag von 7,90 Prozent auf 13,87 Euro das Wertpapier des Tages. Ein Aktienhändler begründete das satte Kursplus auf APA-Anfrage mit den sehr guten Quartalszahlen des Versorgers. Der Marktkonsensus sei mit den Ergebnissen weit übertroffen worden. Der Nettogewinn des Stromversorgers stieg in den ersten Quartalen 2015 um mehr als das Dreifache. Zudem wurde für heuer die Prognose für das operative Ergebnis vor Abschreibungen um etwa 50 Mio. Euro angehoben.

Die OMV-Aktie schloss mit Zuwachs von 1,85 Prozent bei 25,55 Euro. Für die am morgigen Donnerstag anstehenden Geschäftszahlen zum dritten Quartal des Öl- und Gaskonzerns rechnen Analysten trotz des anspruchsvollen Umfeldes mit soliden Ergebnissen.

Verkaufsdruck gab es hingegen bei den Banken zu sehen. Die Papiere der Erste Group rasselten um 3,16 Prozent auf 25,78 Euro nach unten. Raiffeisen Bank International mussten ein Minus von 1,73 Prozent auf 14,21 Euro verbuchen. Unter den weiteren Schwergewichten knickten voestalpine um 3,07 Prozent auf 33,34 Euro ein.

Die Polytec-Anteilsscheine befestigten sich nach ihrer Ergebnispräsentation um 0,70 Prozent auf 7,15 Euro. Der oberösterreichische Autozulieferer hat nach den ersten drei Quartalen 2015 fast doppelt so viel Betriebsgewinn ausgewiesen wie im Vorjahr um diese Zeit.

Immofinanz bauten ein Kursplus von 0,59 Prozent bei 2,38 Euro. Ein Händler verwies auf die anhaltend positive Wirkung der jüngsten Verkaufsankündigung des Logistikportfolios im Wert von mehr als 500 Mio. Euro. (APA, 4.11.2015)

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