Wie schon die Jüngsten richtig sparen lernen

14. Oktober 2015, 15:57
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Geld ist für Kinder ein abstrakter Begriff. Wie sie in die Welt der großen und kleinen Finanzfragen eingeführt werden

Wien – Auch der Umgang mit Geld will gelernt sein – und das rechtzeitig. Keineswegs ein triviales Thema, wie die wiederkehrenden Erhebungen der heimischen Schuldenberatungsstellen zeigen: Demnach finden sich dort immer häufiger auch Jugendliche ein. Fast ein Drittel der Hilfesuchenden im Jahr 2013 war 30 Jahre oder jünger.

Tipps, wie Eltern mit dem Thema umgehen könnten, hat rechtzeitig vor dem Weltspartag die Partner Bank parat. Weil Geld für Kinder ein abstrakter Begriff sei, gelte es einige Regeln zu beherzigen. Andrea Bodner, Vermögensberaterin bei der Partner Bank und selbst Mutter eines Sohnes, rät, Kinder frühzeitig in finanzielle Entscheidungen einzubinden, damit die "nicht greifbare Materie" verständlicher werde. Ab einem Alter von rund sieben Jahren entwickelt sich laut ihrer Einschätzung das Verständnis. Kinder sollten mitbekommen, dass manche Sachen zu teuer sind und Ausgaben abgewägt werden. Etwa ob beim Familienurlaub das Vier-Sterne-Hotel oder das günstige- re Appartement gebucht werden soll.

Mit dem Taschengeld auskommen

Eltern empfiehlt Bodner, mit Budgets zu arbeiten. Ist ein Budget für einen Einkauf festgelegt, sollen Kinder auch bei der Aktion dabei sein. Dinge wie Lebensmittel, die eingekauft werden, werden dem zuvor bestimmten Budget gegenübergestellt. Ist dieses aufgebraucht, kann nicht mehr eingekauft werden.

Dass Taschengeld dabei eine gewichtige Rolle spielen sollte, versteht sich fast von selbst. Einem Jugendlichen könnte man beispielsweise die Aufgabe stellen, mit dem Taschengeld statt nur ein Wochenende eine ganze Woche auszukommen, schlägt Bodner vor. Das Wissen, dass es einen Unterschied zwischen Wollen und Brauchen gibt, ist dem Nachwuchs auch nicht in die Wiege gelegt. Das neue Smartphone etwa muss nicht mit Mamas Geld finanziert werden. Die Erkenntnis, dass sich das Sparen dafür über Monate erstrecken kann, mag hilfreich für spätere, noch größere Anschaffungen sein. Womit Disziplin und Geduld ins Spiel kommen: in Sachen Geld nicht die schlechtesten Berater. (rebu, 14.10.2015)

  • Früh übt sich, wer Meisterin werden will.
    foto: apa/hochmuth

    Früh übt sich, wer Meisterin werden will.

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