Massive Konsequenzen für Netz: Kopierschutz für Fotos droht

14. Oktober 2015, 13:53
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Die "Joint Photographic Expert Group" (JPEG) überlegt, DRM für Fotos zu implementieren

Das Teilen von Fotos in sozialen Netzwerken könnte bald um einiges kompliziert werden Denn die "Joint Photographic Expert Group" (JPEG) überlegt, DRM in sein gleichnamiges Dateiformat einzubauen. Nutzer müssten bei weiteren Verwendungen des Fotos nachweisen, das Bild nutzen zu dürfen. Für Datenschützer wie die US-amerikanische Electronic Frontier Foundation ergeben die Überlegungen der JPEG keinen Sinn: Denn es würde ausreichen, Fotos mehr Metadaten zu verpassen beziehungswiese diese besser auszuschildern.

Heftiger Widerstand droht

Ein DRM-System hätte zwar den Vorteil, dass Nutzer ihre Privatsphäre als Abgebildete schützen könnten – doch auch das ließe sich (zwar weniger strikt, aber im Sinne freier Information) besser durch Metadaten regeln. Seit Dienstag tagt die JPEG in Brüssel, über die Ergebnisse der Gespräche ist noch nichts bekannt. Es ist aber zu erwarten, dass sich heftiger Widerstand gegen die Regelung regen dürfte. Außerdem lässt sich ein Kopierschutz leicht umgehen – Nutzer müssten momentan nur Bildschirmfotos machen und das Originalbild ausschneiden. (fsc, 14.10.2015)

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EFF

  • Fotografen sollen ihre Rechte besser durchsetzen können
    foto: ap/meyer

    Fotografen sollen ihre Rechte besser durchsetzen können

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