Fremdwährungskredite deutlich abgebaut

14. Oktober 2015, 11:48
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138.000 Haushalte haben noch einen Fremdwährungskredit offen – Im Schnitt müssen über 180.000 Euro zurück gezahlt werden

Wien – Der Abbau der Fremdwährungskredite schreitet voran, das Problem ist aber laut Finanzmarktaufsicht FMA noch lange nicht gelöst. "Da mehr als 80 Prozent der Fremdwährungskredite eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren haben, die ersten Tilgungsspitzen aber ab 2020 einsetzen, darf hier bei den Anstrengungen nicht nachgelassen werden", so die FMA-Chefs Helmut Ettl und Klaus Kumpfmüller.

Im Vergleich zum Vorjahresquartal ist das Volumen im 2. Quartal 2015 wechselkursbereinigt um 15,7 Prozent (4,1 Mrd. Euro) zurückgegangen. Im Vergleich zum Vorquartal lag der Rückgang bei 2,8 Prozent (740 Mio. Euro). Seit dem Neuvergabe-Stopp im Jahr 2008 habe sich das Volumen um 63,4 Prozent (22,9 Mrd. Euro) verringert, rechnete die FMA am Mittwoch in einer Aussendung vor.

Verhängnisvolle Franken-Aufwertung

Fremdwährungskredite wurden von den Banken lange Zeit als günstige Finanzierung, etwa für Häuselbauer, empfohlen. Derzeit haben noch rund 138.000 Haushalte einen Fremdwährungskredit aushaftend, wobei der noch zu tilgende Betrag im Schnitt knapp über 180.000 Euro liegt.

Vielen ist die Aufwertung des Schweizer Franken zum Verhängnis geworden. "Wer Anfang 2008 einen Fremdwährungskredit im Volumen von 100.000 Euro im Schweizer Franken aufgenommen hat, müsste bei einer Tilgung heute – ohne Verzinsung – allein aufgrund der Aufwertung 158.900 Euro zurückzahlen", so die FMA am Mittwoch in der Aussendung. (APA, 14.10.2015)

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