Euro steigt nach schwachen US-Daten

14. Oktober 2015, 16:56
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Wien/Frankfurt – Der Euro hat am Mittwochnachmittag nach schwachen US-Daten deutlich zugelegt. Kurz nach 15.00 Uhr stand die Gemeinschafswährung bei 1,1443 Dollar, nachdem sie vor Veröffentlichung der Daten nur leicht über 1,14 Dollar tendiert hatte.

Die Umsätze im US-Einzelhandel sind im September nur marginal gestiegen. Gegenüber August legten sie nur um 0,1 Prozent zu. Am Markt hatte man ein Plus von 0,2 Prozent erwartet. Gleichzeitig wurden die Zahlen für August nach unten korrigiert: Das ursprünglich gemeldete Plus von 0,2 Prozent war zu optimistisch, tatsächlich hatten die Umsätze stagniert. Daneben wurden neue Daten zu den Erzeugerpreisen veröffentlicht. Diese fielen im September um 0,5 Prozent zum Vormonat und damit stärker als von Analysten erwartet.

Am Abend steht noch der als "Beige Book" bekannte Konjunkturbericht der US-Notenbank Federal Reserve am Programm. Am Devisenmarkt hofft man einmal mehr auf Hinweise auf den Zeitpunkt der früher oder später bevorstehenden Zinswende. Immer mehr Marktteilnehmer rechnen mittlerweile mit einer weiteren Verzögerung der ersten Zinserhöhung seit 2006. Zuletzt haben sich mit Lael Brainard und Daniel Tarullo zwei hochrangige US-Notenbanker gegen eine Zinserhöhung noch in diesem Jahr ausgesprochen. Fed-Chefin Janet Yellen hatte bisher eine solche in Aussicht gestellt.

Der EZB-Richtkurs des Euro wurde heute mit 1,1410 (zuletzt: 1,1374) Dollar ermittelt und liegt damit 6,02 Prozent oder 0,0731 Einheiten unter dem Ultimowert 2014 von 1,2141 Dollar. Die EZB fixierte den Euro/Pfund-Richtkurs mit 0,7418 (0,7480) britischen Pfund, den Euro/Franken-Richtwert mit 1,0901 (1,0910) Schweizer Franken und den Euro/Yen mit 136,48 (136,16) japanischen Yen.

Für die tschechische Krone wurde heute von der EZB ein Richtwert von 27,113 (27,131) Kronen für einen Euro und für den ungarischen Forint von 311,04 (311,53) Forint je Euro ermittelt.

Heute früh lag der Euro noch bei 1,1401 Dollar und bewegte sich im Tagesverlauf in einer Bandbreite von 1,1381 bis 1,1450 Dollar. Der Euro/Dollar-Notenkurs wurde heute von den Banken im Mittel mit 1,1410 (zuletzt: 1,1370) Dollar gestellt. Die Parität Dollar-Yen lag heute etwa um 15.00 Uhr bei 119,28 im Mittel (zuletzt: 120,26).

In London wurde heute beim Vormittags-Fixing ein Goldpreis von 1.173,70 Dollar je Feinunze (31,10 Gramm) ermittelt, nach zuletzt 1.165,20 im Nachmittags-Fixing am Montag. (APA, 14.10.2015)

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