EU-Länder halten Geldzusagen in Flüchtlingskrise nicht ein

14. Oktober 2015, 06:04
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Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Österreich sagten für Treuhandfonds Afrika überhaupt keine Mittel zu

Berlin – Im Kampf gegen die Flüchtlingskrise haben die EU-Staaten ihre zugesagten Zahlungsverpflichtungen einem Medienbericht zufolge bisher klar verfehlt. So gebe es anstelle der 1,8 Milliarden Euro für einen Nothilfefonds für Afrika zur Bekämpfung von Fluchtursachen Zusagen von 24,3 Millionen Euro, berichtete die "Welt" unter Berufung auf EU-Kreise. 8,9 Millionen Euro davon kämen von den Nicht-EU-Ländern Norwegen und der Schweiz.

Dem Blatt zufolge hat Deutschland wie Frankreich, Großbritannien und Österreich für den Treuhandfonds Afrika überhaupt keine Mittel zugesagt. "Bei der Finanzierung des Welthungerprogramms und des Treuhandfonds Syrien ist die Situation ähnlich: Den großen Versprechungen folgen keine Taten. Aber die Zeit drängt", zitierte die Zeitung die EU-Kreise.

Auch der Aufbau von Registrierungszentren für Flüchtlinge in Griechenland und Italien verlaufe bislang stockend, berichtete das Blatt weiter. Es fehle Personal, weil die Mitgliedstaaten ihre Zusagen unzureichend erfüllt und nicht genügend Experten geschickt hätten. Deutschland und Österreich seien zwei der wenigen Länder, die dabei ihren Verpflichtungen nachgekommen seien. (Reuters, 14.10.2015)

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