50.000 Filme: Kino.to-Uploader zu Bewährungsstrafe verurteilt

13. Oktober 2015, 18:03
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Angeklagte versuchten, Besucherstrom der illegalen Plattform zu monetarisieren

Vor vier Jahren schnappten die Behörden zu und machten die Betreiber des illegalen Filmportals Kino.to dingfest. Viereinhalb Jahre Haft gab es für den Gründer der Plattform. Das Projekt fand allerdings bald einen inoffiziellen Nachfolger in Form von KinoX.to, dessen Adresse in Österreich von den Providern blockiert werden muss.

50.000 Uploads

Nun ist auch für zwei ehemalige Helfer der Seite der Hammer gefallen. Die beiden Männer im Alter von 29 und 32 sollen bei Filehostern über 50.000 Kopien von Serien und Filmen hochgeladen haben, um Kino.to zu bedienen. Einen Vorwurf, den sie nun bei einem Gerichtsverfahren in Leipzig gestanden, wie Golem berichtet.

Der ältere der beiden Angeklagten gab zu, dass er die Inhalte zuerst bei externen Dienstleistern und schließlich über eine selbst erstellte Plattform bereit gestellt hatte. Mit dieser wollte er sich den Nutzerstrom von Kino.to und Co zunutze machen, um Geld zu verdienen. Insgesamt sollen die Kosten für die Infrastruktur allerdings höher gewesen sein, als die Einnahmen. Dem Jüngeren wurde zum Verhängnis, dass er die dabei zur Speicherung verwendeten Server geschäftlich vermietete.

Strafe rechtskräfit

Aufgrund der Urheberrechtsverletzungen verurteilte sie das Gericht nunmehr zu einer Geldstrafe sowie 21 Monaten Haft auf Bewährung, wobei das Geständnis mildern gewertet wurde. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. (gpi, 13.10.2015)

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Golem

  • Ein Jahr und neun Monate Haft auf Bewährung lautete das Urteil des Schöffengerichts.
    foto: cc0/public domain

    Ein Jahr und neun Monate Haft auf Bewährung lautete das Urteil des Schöffengerichts.

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