ÖFB-Team erreichte besten Schnitt in EM- oder WM-Quali

13. Oktober 2015, 16:50
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Wien – Die österreichische Fußball-Nationalmannschaft hat in der abgelaufenen EM-Qualifikation die gemessen am Punkteschnitt beste Ausscheidung für ein großes Turnier in ihrer Geschichte gespielt. Die ÖFB-Auswahl erreichte unter Teamchef Marcel Koller in zehn Spielen neun Siege und ein Remis. Das ergibt einen Punkteschnitt von 2,8 pro Spiel.

Vor Einführung der Dreipunkteregel 1994 überstand Österreich bereits zwei Qualifikationen ungeschlagen. Rechnet man die damaligen Ergebnisse von zwei auf die heute für einen Sieg vergebenen drei Punkte hoch, liegen die WM-Ausscheidungen für 1958 (Schnitt 2,5) und 1978 (Schnitt 2,33) aber immer noch hinter dem jüngsten Wert.

Punkte aus Qualifikationen vor Einführung der Drei-Punkte-Regel mit der WM 1994 wurden zu Vergleichszwecken hochgerechnet.

Mit 28 von 30 möglichen Punkten übertraf das Koller-Team auch die Marke, mit der sich zuletzt eine österreichische Auswahl für ein Großereignis qualifiziert hatte. Unter Teamchef Herbert Prohaska holte das ÖFB-Team in der Qualifikation für die WM 1998 in Frankreich in zehn Spielen 25 Zähler.

Die bisher beste rot-weiß-rote EM-Qualifikation liegt noch weiter zurück. In der Ausscheidung für 1980 kassierten die Österreicher in acht Spielen nur eine Niederlage (Punkteschnitt hochgerechnet 1,875), verpassten als Gruppenzweiter hinter Belgien aber dennoch die Endrunde. Für die EM in Italien qualifizierten sich trotz einer Aufstockung auf erstmals acht Teams nur die Gruppensieger.

Die jüngste Qualifikation für die EURO 2016 in Frankreich ist damit die erste auf sportlichem Weg erfolgte Qualifikation Österreichs für eine Europameisterschaft. Für das Kontinentalturnier 2008 waren Österreich und die Schweiz als Gastgeber fix qualifiziert. (APA, 13.10.2015)

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