Das beste Stück ... nachgefragt bei Markus Peichl

Kolumne19. Oktober 2015, 08:17
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Michael Hausenblas fragt den Journalisten und Galeristen Markus Peichl, warum er mit dem Füller schreibt

"Als ich 1986 das Magazin "Tempo" in Hamburg gründete, haben wir bei Mont Blanc, die auch in Hamburg sitzen, eine limitierte Serie von Füllfedern produzieren lassen. Darauf war das typische "Tempo"-Männchen graviert. Eine davon hab ich mir gekauft und auch meine Initialen eingravieren lassen. Mit diesem Füller hab ich dann alle Texte redigiert, Überschriften und Artikel verfasst.

Bis heute schreibe ich mit ihm so ziemlich alles, vom Einkaufszettel bis hin zu Postkarten, Briefen, Manuskripten und Dokumenten. Er ist für mich ein letztes Relikt, das für die gute alte Handschrift steht. Als ich 1990 bei "Tempo" ausstieg, hat mir die Redaktion die Füllfeder für zwei Tage entwendet, um sie in einem Studio fotografieren zu lassen. Das Foto erschien dann zu meinem Abschied auf einer Doppelseite im Magazin. Daneben stand, 'Mit diesem Füllhalter wurde fünf Jahre "Tempo" gemacht.'" (Michael Hausenblas, RONDO, 16.10.2015)

Markus Peichl gründete 1986 das Magazin "Tempo" und leitet mittlerweile die Galerie Crone in Berlin, die vor kurzem in Wien eine Dependance eröffnete.

  • Markus Peichl: "Dieser Füller ist für mich ein letztes Relikt, das für die gute alte Handschrift steht."
    foto: nathan murrell

    Markus Peichl: "Dieser Füller ist für mich ein letztes Relikt, das für die gute alte Handschrift steht."

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