Vier Gastro-Pleiten in Wien wegen Hitzewelle

13. Oktober 2015, 13:25
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Die Schulden der vier Restaurants liegen bei knapp zwei Millionen Euro, unter ihnen ist auch das Steaklokal Frank's

Wien – Am Montag und Dienstag sind Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung über vier Restaurants des Wiener Restaurantbetreibers Klaus Piber eröffnet worden, wie die Gläubigerschutzverbände AKV Europa und KSV 1870 mitteilten. Es geht um die Lokale "Yohm", "Mercado", "Frank's" und "Xo-Noodles". Letzteres wird nicht fortgeführt. Als Grund für die Pleiten wird Umsatzrückgang durch die Hitzewelle heuer im Sommer angegeben.

Insgesamt gibt es Passiva von 1,96 Millionen Euro. Allein eine Million entfalle laut Aussendung des KSV 1870 auf die Betreibergesellschaft des Steaklokals Frank's (A.E.A. Gastronomie Betriebs GmbH) in der Wiener Innenstadt, 710.000 Euro auf die Betreibergesellschaft des "Yohm" (E.A.G. GastronomiebetriebsgmbH). Von der Insolvenz bei Frank's sind 35 Dienstnehmer betroffen, das Vermögen besteht laut Insolvenzantrag im Wesentlichen aus dem Warenlager und der Geschäftsausstattung. Eine Sanierung ist geplant, den Gläubigern wird 20 Prozent Quote geboten.

Bei der Mercado-Gesellschaft C.U.G. Gastronomie BetriebsgmbH, die neben Piber einen 49-Prozent-Eigentümer hat, geht es um 120.000 Euro, beim Xo-Noodles-Betreiber (XOG Gastronomie BetriebsgmbH.) um 130.000 Euro. Hier verlieren auch sechs Dienstnehmer ihren Job, da der Betrieb "mangels Kostendeckung" nicht weitergeführt wird.

Insgesamt sind samt 90 Dienstnehmern laut KSV 1870 rund 220 Gläubiger betroffen. (APA/red, 13.10.2015)

  • Der heurige Sommer mit seiner lange andauernden Hitzewelle führte zu einem deutlichen Umsatzrückgang (Symbolfoto).
    foto: ap/matthew mead

    Der heurige Sommer mit seiner lange andauernden Hitzewelle führte zu einem deutlichen Umsatzrückgang (Symbolfoto).

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