Signa will Italo-Feinkost schmackhaft machen

13. Oktober 2015, 12:47
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Die Signa Retail rund um den Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko gründet Joint Venture mit italienischer Feinkostkette Eataly

Rom/Wien/Essen – Die Signa Retail rund um den Tiroler Immobilieninvestor Rene Benko hat ein Joint Venture mit der italienischen Feinkostkette Eataly gegründet. Ziel ist es, die Eataly-Kaufhäuser nach Österreich, Deutschland und in die deutschsprachige Schweiz zu bringen, wie es in einer Aussendung von heute, Dienstag, hieß.

Signa und Eataly steigen als Partner in die neugegründete Eataly Distribution Deutschland Gmbh ein. Die Signa soll mit ihrer Erfahrung im deutschen Gastronomiebereich ("Le Buffet Restaurant") und den Karstadt-Warenhäusern die Expansion von Eataly im deutschsprachigen Raum forcieren. Ende dieses Jahres wird ein Eataly-Flagshipstore in der Schrannenhalle nahe des Viktualienmarktes in München eröffnet.

Entwickelt hat das Eataly-Konzept der aus dem Piemont stammende Unternehmer Oscar Farinetti. In seinen Megastores – davon gibt es mittlerweile 28 weltweit – bietet Farinetti hochwertige, meist regionale Spezialitäten an, die direkt von den Produzenten bezogen werden.

Inspirieren ließ sich Farinetti von seinem Jugendfreund Carlo Petrini, der im Jahr 1986 die Bewegung Slow Food ins Leben gerufen hatte. Slow Food will zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln erziehen und die biologische Vielfalt sowie die traditionelle, regionale Küche erhalten. Kunden sollen verstehen und bewusst schätzen, was sie zu sich nehmen. Sie sollen genau wissen, woher die Lebensmittel kommen und wie sie entstehen, lautet Farinettis Credo.

Eatalys Erfolg hat bereits das Interesse finanzstarker Investoren geweckt. So stieg kürzlich der italienische Investmentfonds Tamburi mit einem 20-prozentigen Anteil in Farinettis Unternehmen ein. Eataly denkt auch an einen Börsengang. Eataly-Standorte gibt es inzwischen unter anderem in Chicago, New York und Tokio. In den kommenden zwei Jahren sollen sechs weitere in Italien entstehen sowie einige in anderen europäischen Ländern, in Nord-und Südamerika sowie in Japan. Das Unternehmen erwirtschaftete 2014 einen Umsatz von 400 Mio. Euro. (APA, 13.10.2015)

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