Heta bekommt wohl weniger Geld für Balkantöchter

12. Oktober 2015, 16:46
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Gesetz zur Umwandlung von Frankenkrediten in Kroatien beeinflusst Kaufpreis

Wien/Klagenfurt/Zagreb – Das Gesetz zur zwangsweisen Umwandlung von Frankenkrediten in Kroatien, das auch die frühere Balkan-Tochter der Hypo Alpe Adria in Zagreb trifft, lässt den Kaufpreis dahinschmelzen. Die Konvertierung koste die Südosteuropa-Hypo in Zagreb 200 bis 300 Millionen Euro, so die Zeitung "Die Presse". Ausländische Banken, auch österreichische, bekämpfen das Gesetz allerdings noch.

Der tatsächliche Kaufpreis der ehemaligen Hypo-Töchter in Südosteuropa, den die Republik vom Käufer Advent/EBRD erhält, werde durch die Zwangsumwandlung der Frankenkredite aber maximal am unteren Grenzwert von 50 Millionen Euro zu liegen kommen, schreibt die Zeitung.

Im sogenannten Pre-Closing – ein endgültiges Closing ist noch nicht erfolgt – wurde ein Kaufpreis zwischen 50 und 200 Millionen Euro fixiert. Denn die Kosten der Franken-Kredit-Umwandlung können die Käufer der Republik, genauer ihrer staatlichen Hypo-"Bad Bank" Heta, quasi weiterverrechnen.

"Möglicherweise" habe das Gesetz zur zwangsweisen Umwandlung von Frankenkrediten in Kroatien "Auswirkungen auf den Kaufpreis", den die Hypo-"Bad Bank" Heta, also die Republik, für den Verkauf ihrer Balkan-Töchter an Advent/EBRD erhalten soll. "Es gibt aber noch keine Details", hieß es von einem Heta-Sprecher Montagnachmittag auf APA-Anfrage.

Advent habe die Heta Asset Resolution von der Thematik der Zwangskonvertierung von Frankenkrediten in Südosteuropa bereits informiert, bestätigte der Sprecher weiters. "Allerdings wurden Art und Höhe möglicher Ansprüche bisher nicht beziffert."

Dass der Kaufpreis eher am unteren Ende der Bandbreite zu liegen kommen werde, war Kennern der Materie aber ohnehin klar, war aus dem Heta-Umfeld zu vernehmen. Auch für bis zu 600 Millionen Euro an faulen Krediten und Risikopositionen garantiert der Bund beziehungsweise die Heta. (APA, 12.10.2015)

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