Allianz europäischer Nachrichtenagenturen setzt sich für Tanjug ein

12. Oktober 2015, 14:51
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Nach der erneut gescheiterten Privatisierungsausschreibung

Belgrad – Die Europäischen Allianz der Nachrichtenagenturen (EANA) hat am Montag an die serbische Regierung appelliert, notwendige Änderungen vorzunehmen, um die Existenz der Presseagentur Tanjug sicherzustellen. Der Appell erfolgte, nachdem vergangene Woche eine zweiter Versuch zur Privatisierung der staatlichen Presseagentur gescheitert war.

Die Fortsetzung der Arbeit der Tanjug als ein unvoreingenommener Pressedienst sei sowohl für den Medienpluralismus in Serbien als auch für Informationen über Serbien in der europäischen Medienlandschaft notwendig, hieß es in einer Aussendung des EANA-Verwaltungsrates am Montag.

Unabhängigkeit essenziell

Für die Vertrauenswürdigkeit einer Nachrichtenagentur sowohl im Lande selbst als auch unter den internationalen Partnern sei es essenziell, dass die Besitzerstruktur, unabhängig davon welche gewählt werde, klar und transparent sei und dass wahre und ausgewogene Berichterstattung zum obersten Redaktionsziel gemacht werde, hieß es in der Aussendung weiter.

Die frühere jugoslawische Nachrichtenagentur Tanjug gehört zu den Gründungsmitgliedern der 1956 gegegründeten EANA. Die Nachrichtenagentur soll wie alle staatlichen Medien in Serbien bis Monatsende privatisiert werden. Die Mitfinanzierung der Tanjug aus der Staatskasse ist nur noch bis zum Monatsende vorgesehen. Ein Versuch, die Tanjug zu privatisieren, war vergangene Woche erneut gescheitert, weil kein Übernahmeangebot eingereicht wurde.

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