Theater für Kinder: Marionetten erklären Betteln

13. Oktober 2015, 07:55
20 Postings

Hansl und Böckl gehen mit Schülern ab sechs Jahren dem Thema Armut nach

Salzburg – Das Thema Betteln ist in Salzburg allgegenwärtig, ob in Medien, Politik oder in Alltagsgesprächen. Warum sollte es Kindern anders gehen, dachte sich der Schauspieler Christian Sattlecker und konzipierte das Theaterstück "Bitte ... Danke", das Volksschülern ab sechs Jahren einen spielerischen Einstieg in das Thema liefern soll.

Der Marionettenbub Hansl und sein Stofftier Böckl – ein Ziegenbock, der in Hansls Vorstellung auch lebensgroß wird – führen durch die Geschichte. Sie treffen Bettler, träumen oder sprechen mit Mama und Papa über das Thema Armut. Hansl stellt seinem Alter entsprechend viele Fragen, die auch seine Eltern nachdenklich stimmen.

Schlauer Ziegenbock und viele Fragen

Antworten liefert der schlaue Ziegenbock oder die Mama, wenn sie mit Hansl über Flüchtlinge, Bettler oder Obdachlose spricht. Dass auch Kinder manchmal betteln, verdeutlicht Hansls Plan, sich im Supermarkt auf den Boden zu werfen, sollte ihm der Papa keine Schokolade kaufen. Die kleinen Zuschauer reagierten mit nachdenklichen Blicken, energischen Protestrufen oder lauten Lachen auf die einzelnen Szenen.

Das Stück ist eine Kooperation zwischen der ArgeKultur, dem Friedensbüro und dem Salzburger Marionettentheater. Regisseur Sattlecker, Magdalena Kriss und Michaela Obermayr werden auf der Bühne zu Bettlern, Eltern und Passanten oder bedienen die beiden Hauptdarsteller Hansl und Böckl.

Beim zusätzlich angebotenen Workshop des Friedensbüros können die Kinder Fragen stellen und bekommen Fakten zum Thema. Der Fokus liegt auf der Vermittlung eines gelungenen Umgangs in der Begegnung mit Bettelnden, bei der die Lebenswelt der Kinder im Mittelpunkt stehen soll. (Stefanie Ruep, 13.10.2015)

  • Hansl und sein schlauer Ziegenbock Böckl sind die Hauptdarsteller in dem Stück "Bitte ... Danke".
    foto: argekultur

    Hansl und sein schlauer Ziegenbock Böckl sind die Hauptdarsteller in dem Stück "Bitte ... Danke".

Share if you care.